06.01.2022 19:42 |

Mölltaler Gletscher

Freeriden: Des Winters endlose Freiheit

Freeriden ist für viele ein Lebensgefühl, und immer mehr Wintersportler wagen sich in unberührte Tiefschneehänge, in denen es keine Grenzen gibt. Beste Voraussetzungen für lange Powderturns bietet der Mölltaler Gletscher.

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Hochalpin und mitten in den Hohen Tauern ist der Mölltaler Gletscher oberhalb von Flattach (Kärnten) ein wahres Freeride-Dorado, mit schier endlosen Lines und Möglichkeiten sowie einem Panorama, das Wintersportlern einfach großes Kino verspricht.

Und noch etwas macht den „Mölli“, wie Kenner das Skigebiet nennen, so besonders: Naturschnee, denn davon gibt es hier so richtig viel und vor allem oft. Schneehöhen von mehr als vier Metern sind keine Seltenheit. Und diese Schneemengen locken Freerider, die alle die Suche nach der perfekten Linie eint.

Denn beim Freeriden, also dem Skifahren abseits der gesicherten Pisten, gibt es keine vordefinierten Routen, keine fremden Spuren im Schnee. Man taucht einfach ein ins unendliche Weiß.

Die beiden Berg- und Skiführer Andrej und Michi zieht es deshalb immer wieder auf den „Mölli“: „Hier finden wir alles, einfache Tiefschnee-Abfahrten direkt neben den Skipisten bis hin zu Extremabfahrten durch richtig steile Bergflanken.“

Von Kärnten nach Salzburg

Legendär sind vor allem die langen Freeride-Abfahrten vom 3121 Meter hohen Schareck oder der 3105 Meter hohen Baumbachspitze hinunter nach Sportgastein (Salzburg), die zu den ganz großen Österreichs zählen. 1500 Höhenmeter alpine Freiheit und das ohne zuvor mühsam mit Fellen unter den Skiern aufsteigen zu müssen.

Neben breiten Skiern sind Können, Erfahrung und eine Lawinen-Sicherheitsausrüstung beim Freeriden absolute Voraussetzungen, damit jeder Powdertag auch mit einem Lächeln im Gesicht endet und unvergessen bleibt.

Mehrere Anbieter, wie etwa die Alpinschule Highlife in Klagenfurt, haben für Freerider spezielle Angebote und bieten selbst Anfängern ein Tiefschnee-Schnuppern am Mölltaler Gletscher.

Dank der Lifte und Seilbahnen, wie dem 6er-Gletscherjet, geht es dabei in über 3000 Meter Höhe hinauf. Freerider können so völlig ohne Aufstieg Powderturns genießen und die erfahrenen Berg- und Skiführer wissen immer ganz genau, wo es den besten Pulverschnee zu finden gibt.

Hier ein paar Fotos von unserem Freeride-Mölli-Ausflug mit Andrej und Michi: 

„Denn kopflos überall in den Bergen hinunterzufahren ist keine gute Idee“, sagt Bergführer Michi Mautz: „Beim Freeriden sollte man vieles beachten und vor allem Rücksicht auf die Natur nehmen.“

Orientierung finden Freerider in eigenen Freeride-Karten, die farblich in Blau, Gelb und Rot zeigen, wo man flüssige Linien fahren kann, wo man aufpassen sollte und Stürze fatal enden können.

Rücksicht auf die Natur Zusätzlich sind in diesen speziellen Karten auch alle Natur- und Wildschutzgebiete eingezeichnet, wo man auf das Freeriden den Gämsen, Hirschen und Steinböcken zuliebe verzichten sollte.

Denn näher an der Natur als beim Skifahren im freien Gelände ist man selten, und diese Exklusivität gilt es zu genießen, aber auch durch Rücksicht zu erhalten.

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