Stadtchef über Hacker

„Die Ecke, aus der das kommt, ist erkennbar“

Hektische Spurensuche nach dem Hackerangriff auf das Bewerbungsportal des Linzer Magistrats. Acht Empfänger, darunter Bürgermeister Klaus Luger und das Innenministerium, hatten von dort Fake-Mails erhalten.

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Die Eindringlinge in das Bewerbermanagement-Tool der Stadt Linz hatten in der Nacht auf 25. Dezember falsche Benutzerprofile angelegt und mit diesen an insgesamt acht Personen Bestätigungsmails mit Beschimpfungen versandt. Die „Krone“ berichtete.

Beweismaterial für Anzeige
„Wir sind noch beim Auswerten und recherchieren, damit wir eine fundierte Basis für eine Anzeige vorlegen können“, sagt Bürgermeister Klaus Luger. Herauszufinden gilt es, wie viele Mails wirklich verschickt wurden. Erst wenn alle Spuren ausgewertet und dokumentiert sind, wird man Anzeige erstatten. „Die Polizei ist aber natürlich bereits vorab informiert worden“, so Luger, der auch nach der Ausschreibung von Dienstposten zur Impfpflicht-Kontrolle Drohmails erhalten hat.

„Beschimpfungen und Drohungen gegen demokratisch gewählte Politikerinnen und Politiker sind - in welcher Form auch immer - nicht akzeptabel und ziehen natürlich Anzeigen nach sich.“ Die Absender vermutet der Linzer Stadtchef weiterhin in der Coronavirus-Maßnahmen-Gegner-Szene: „Die Ecke ist erkennbar.“

Neos haben gewarnt
Auch die Neos haben sich zum Cyberangriff auf Linz zu Wort gemeldet. „Noch am 19. November haben Neos Linz mit einer Anfrage an den Bürgermeister auf das Thema Cybersicherheit aufmerksam gemacht und vor einem Hackerangriff auf das Magistrat der Stadt Linz gewarnt“ sagt Fraktionschef Georg Redlhammer. Die Neos wollen die Kommunikation im Rathaus in Zukunft über eine sichere Cloud regeln.

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