Impfgegner als Täter?

Bewerbungsportal des Linzer Magistrats gehackt

Das Bewerbungsportal des Linzer Magistrats wurde gehackt! Wie viele eine gefälschte E-Mail bekommen haben, ist unklar, unter den Adressaten waren auch Bürgermeister Klaus Luger und das Innenministerium. Der Stadtchef, der auch immer wieder Drohungen erhält, vermutet hinter der Attacke hartnäckige Corona-Gegner.

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„Seit wir acht Dienstposten ausgeschrieben haben, die die Impfpflicht ab Februar kontrollieren sollen, erhalten wir massive Drohungen im Netz“, erklärt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. 25 bis 30 wütende E-Mails an unterschiedliche Stellen im Linzer Magistrat wurden bisher gesammelt. Teilweise sind die E-Mails wert-ident, meist mit fiktiven Absendern – Luger sieht hinter den Spam-Attacken eine abgesprochene Gruppe aus der Corona-Leugner-Szene.

Nächste Eskalationsstufe
Zu Weihnachten wurde nun die nächste „Eskalationsstufe von den Corona-Gegnern erreicht“, wie der Linzer SPÖ-Bürgermeister gegenüber der „Krone“ schilderte. Das Bewerbungsportal des Linzer Magistrats sei gehackt worden, etliche vermeintliche Bewerbungen seien von der E-Mail-Adresse „bewerbungen@mag.linz.at“ verschickt worden.

Bürgermeister bekam Bewerbungsschreiben
„Wir haben ein paar Adressaten zufällig herausgefiltert, darunter etwa das Innenministerium. Aber wir wissen nicht, an wen noch so eine Mail ergangen ist“, sagt Luger, der am Samstag selbst von seiner Bewerbung als „AssistentIn der Personaldirektorin“ überrascht worden war. „Wir vermuten zwischen dem Hackerangriff und den unzähligen Hass E-Mails einen Zusammenhang. Es ist auf jeden Fall ein Zeichen der Radikalisierung und Kriminalisierung des harten Kerns der Corona-Leugner“, sagt Luger.

Anstatt Weihnachten zu genießen, würden seine Mitarbeiter aktuell alle Beweise sichern. „Das ist eindeutig ein krimineller Akt. Es gibt auf jeden Fall eine Anzeige gegen unbekannt“, ist das Stadtoberhaupt verärgert.

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