OÖ-Versicherung-Chef

„Viele müssen mit einem Not-Dach durch den Winter“

Rund 16.500 Unwetter-Schäden sind in Bearbeitung, täglich kommen aber noch neue dazu! Sechs Monate nach dem Extrem-Hagel ist die Oberösterreichische Versicherung weiter intensiv mit den Sorgen der Kunden beschäftigt. „Die großen Schäden sind oft sogar noch unerledigt, weil die Handwerker ausgelastet sind“, sagt Generaldirektor Othmar Nagl. Not-Dächer bieten den Menschen Schutz.

Rund 160 Millionen Euro muss die Oberösterreichische Versicherung für Unwetterschäden im Jahr 2021 bezahlen - eine Rekordsumme! Das bisher teuerste Großereignis war Hagel „Wolfgang“, der 2009 Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro für das Unternehmen verursachte. Was heuer verschärfend wirkte: Neben den vier aufeinanderfolgenden Tagen im Juni mit den extremen Hagelunwettern kam noch das Hochwasser in Deutschland dazu, das ebenfalls Spuren hinterließ.

Vor allem da, wo der Hagel Dächer zerstörte, ist die Situation nach wie vor schwierig. „Viele müssen mit einem Not-Dach durch den Winter, weil die Handwerker ausgelastet sind und der Schaden nicht mehr behoben werden konnte“, sagt Generaldirektor Othmar Nagl, der befürchtet, dass wegen Frost und späterem Tauwetter weitere Schäden an den Häusern entstehen.

Abseits der Bewältigung der Unwetter-Schäden stellte die OÖ-Versicherung auch strategische Weichen: Das Deutschland-Büro in Hanau bei Frankfurt wurde geschlossen, dafür wurde eine Niederlassung in Regensburg eröffnet.

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