07.12.2021 09:49 |

„Bist eine Witzfigur“

Prinz Harry sorgt mit Interview für Shitstorm

Prinz Harry engagiert sich seit Langem für das Thema der psychischen Gesundheit. Mit seinem neuesten Interview stieß der 37-Jährige jedoch auf einiges Unverständnis der Royal-Fans. Der Grund: Er ermutigte dazu, Jobs zu kündigen, die keine Erfüllung bringen. Viele warfen dem Bruder von Prinz William danach vor, dass nicht jeder so privilegiert sei wie er selbst.

Was Prinz Harry in seinem eigenen Leben gemacht hat, wünscht er sich auch für viele andere Menschen: Er hat seinen „Job“ bei der Royal Family aufgegeben, um in den USA mit seiner Ehefrau Meghan und seinen Kindern Archie und Lili ein neues Leben anzufangen - und nur noch das zu tun, was ihm wirklich Freude bereitet.

„Viele Leute auf der ganzen Welt stecken in Jobs fest, die ihnen keine Freude bringt, und nun setzen sie ihre mentale Gesundheit und ihr Glück an erste Stelle. Das ist etwas, das gefeiert werden sollte“, freute sich Harry nun in dem Interview mit dem Magazin „Fast Company“. Eine Aussage, mit der er bei den Royal-Fans aber auf einiges Unverständnis stieß.

„Du wurdest zur Witzfigur“
Im Netz ergoss sich sogleich ein Shitstorm über den Prinzen, wie die „Daily Mail“ berichtete. „Multimillionär Prinz Harry, der nie einen richtigen Job in seinem Leben hatte und sich nie Sorgen darüber machen musste, seine Rechnungen zu bezahlen, sagt, seinen Job zu kündigen, bringt Freude und ist gut für das Selbstbewusstsein. Ich halte es nicht aus, kann bitte jemand dafür sorgen, dass das aufhört“, schrieb ein durchaus etwas amüsierter Fan auf Twitter.

Ein anderer sah Harrys Aussage nicht mit so viel Humor, er schimpfte: „Prinz Harry sagt, man soll seinen Job kündigen, wenn man nicht glücklich ist. Was ist aber mit den Krankenhausbediensteten, Hotelmitarbeitern, Frauen und Männern, die dankbar sind, einen Job zu haben? Prinz Harry, du bist so fern von der Realität der hart arbeitenden Menschen. Du wurdest zur Witzfigur, für die man sich nur noch schämen kann!“

„Nicht jeder hat 30 Millionen Pfund auf der Bank liegen“, schrieb ein weiterer Fan - und konnte sich einen Seitenhieb auf Herzogin Meghan nicht verkneifen. „Ich frage mich, ob er jenen Leuten, deren mentale Gesundheit durch die Ehe schlechter wurde, den gleichen Rat geben würde. Bitte, sei ruhig, Harry.“

Harry: „Wir stehen erst am Anfang“
Dabei hatte Prinz Harry mit seinem Interview nur darauf aufmerksam machen wollen, wie wichtig ihm das Thema mentale Gesundheit sei. So freute sich der 37-jährige Herzog von Sussex darüber, dass ein Wandel vollzogen worden sei, und unterstrich, dass es in vielen Bereichen dennoch noch einiges zu tun gebe. „Während es oberflächlich so aussieht, als hätten die letzten paar Jahre all diese Probleme in den Vordergrund gerückt, sind diese Kämpfe und Probleme in Wirklichkeit seit geraumer Zeit entstanden. Wir stehen erst am Anfang des Erwachens rund um die psychische Gesundheit“, erklärte er.

„Diese Arbeit war noch nie so wichtig“, fuhr Harry fort, „weil die Leute endlich aufmerksam werden und ein wichtiger Bestandteil dieser Mission darin besteht, Bewusstsein zu schaffen und die Konversation weiter voranzutreiben.“

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