22.11.2021 09:06 |

Nestroy-Preise

Zwei Auszeichnungen für das Grazer Schauspielhaus

Am Sonntagabend wurden in Wien die Nestroy-Preise vergeben. Zwei der österreichischen Theater-Oscars gingen in die Steiermark. Das Schauspielhaus Graz holte sich den Preis für die Beste Bundesländer-Aufführung und den Corona-Sonderpreis.

Gleich zweimal durfte das Grazer Schauspielhaus gestern Abend bei der Verleihung der Nestroy-Preise im Theater an der Wien (wegen Corona fand das Event als TV-Gala statt) jubeln. Für Thomas Köcks Stück „dritte republik (eine vermessung)“ erhilet man den Preis für die Beste Bundesländer-Aufführung. Und für das Virtual Reality-Projekt „Krasnojarsk“, das im Lockdown per VR-Brille zu den Besuchern nach Hause geliefert wurde, erhielt man den Corona-Spezialpreis.

Beckmann und Maertens als Beste Darsteller
Beste Schauspielerin wurde Lina Beckmann als Richard in „Richard the Kid & the King“ in einer Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Zum besten Schauspieler wurde Michael Maertens für zwei Akademietheater-Rollen gekürt, Karel Kopfrkingl in „Der Leichenverbrenner“ und Adam in „Automatenbüfett“.

Den Preis für die Beste Darstellung einer Nebenrolle erhielt Mehmet Ateşçi als Miss Prism in „Bunbury“ und die beste Regie  ging an Barbara Frey für „Automatenbüfett“. Die Nachwuchs-Preise gingen an Paula Nocker (für ihre Lucy in „Die Dreigroschenoper“ in den Kammerspielen der Josefstadt) und Gregor Schulz (für seinen Franz von Moor in „Die Räuber“ am Salzburger Landestheater). 

Beste Aufführung aus Zürich
Der Preis für die beste Ausstattung ging an Nina von Mechow für ihre raffinierte mehrfache Drehbühne zu „Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“, einer Koproduktion der Wiener Festwochen mit der Berliner Volksbühne. Am Schauspielhaus Zürich durfte man sich über die Auszeichnung für die Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum („Einfach das Ende der Welt“ nach Jean-Luc Lagarce, Inszenierung Christopher Rüping) freuen.

„Precarious Moves“ von Michael Turinsky, eine Koproduktion mit Tanzquartier Wien und HAU Hebbel am Ufer Berlin, wurde mit der Auszeichnung für die beste Off-Produktion bedacht. Die Online-Abstimmung um den Publikumspreis sah die neue Salzburger „Buhlschaft“ Verena Altenberger vorne.

Jelinek dankte in Form einer Puppe
Zwei Auszeichnungen standen bereits vor der TV-Gala fest: Der Autorenpreis ging an Miroslava Svolikova für ihr am Wiener Schauspielhaus uraufgeführtes Stück „Rand“. Und die steirische Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek erhielt den Nestroy für ihr Lebenswerk. Sie war auf der Bühne als Puppe präsent und schickte ein Audio-File mit einer Dankesrede. Statt eine Laudatio zu halten erzählte Regisseur Nicolas Stemann im Gespräch von seine Zusammenarbeit mit der Autorin, von der er zahlreiche Stücke inszeniert hat.

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