13.11.2021 07:28 |

72 Prozent Teuerung

Maßnahmen gegen steigende Energiepreise gefordert

Regelrecht explodiert sind die Energiepreise in den vergangenen Wochen. Das bekommen Haushalte und noch viel mehr die Gemeinden finanziell zu spüren. Die ÖVP fordert nun ein Gegenlenken des Landes, um weiterhin leistbare Energiepreise zu garantieren.

In Oberwart stand wegen der Energiekosten sogar die Überlegung im Raum, nachts die Straßenbeleuchtung abzudrehen. Die Stadt entschied sich aber dazu, noch mehr auf stromsparende LED-Beleuchtung zu setzen. Doch auch für Haushalte und Betriebe schlägt sich die Teuerung zu Buche. Laut Österreichischem Strompreisindex sind derzeit 72 Prozent mehr zu bezahlen als im Vergleichszeitraum.

Billigerer Strom gefordert
Die ÖVP fordert nun Maßnahmen. „Es muss alles getan werden, damit die Menschen zu billigerem Strom kommen“, so Landesparteiobmann Christian Sagartz. Statt Expansionspläne zu wälzen, solle die Energie Burgenland - deren Mehrheitseigentümer das Land ist - für leistbare Energie sorgen, so Sagartz.

Bund gefragt
SPÖ-Klubchef Robert Hergovich weist darauf hin, dass die Preisgestaltung keine Landessache sei, die Energie Burgenland befinde sich in einer Energieallianz mit Wien Energie und EVN. Zudem hätte der Bund mehr Möglichkeiten für eine Entlastung zu sorgen.

Erneuerbare Energie als Ausweg
Energie-Burgenland-Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma betont, dass es gerade angesichts der Teuerung wichtig sei, auf erneuerbare Energie zu setzen, um unabhängiger zu werden und sich mehr vom Markt entkoppeln zu können.

Christoph Miehl
Christoph Miehl
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