Nachfolger von Laschet

Nordrhein-Westfalen: Wüst neuer Ministerpräsident

Ausland
27.10.2021 15:01

Der CDU-Politiker Hendrik Wüst ist neuer Ministerpräsident des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfalens. Der bisherige Verkehrsminister des Bundeslandes wurde am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags im ersten Wahlgang mit 103 Ja-Stimmen zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt. Wüst übertraf damit bei der geheimen Abstimmung die notwendige Mehrheit von 100 Stimmen.

Die Abstimmung war mit Spannung erwartet worden, da die CDU/FDP-Koalition im Landtag von Nordrhein-Westfalen nur eine Stimme Mehrheit hat. Insgesamt hat der Landtag 199 Abgeordnete.

90 Nein-Stimmen
197 beteiligten sich an der Wahl, es gab drei Enthaltungen und eine Stimme war ungültig, wie Landtagspräsident André Kuper berichtete. 90 Abgeordnete stimmten mit Nein. Wüst wurde direkt nach seiner Wahl im Landtag vereidigt.

Laschet jetzt Bundestagsabgeordneter
Der Wechsel an der Regierungsspitze erfolgt knapp sieben Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Laschet, bei der deutschen Bundestagswahl Kanzlerkandidat der Union, ist seit Dienstag Bundestagsabgeordneter. Der 60-Jährige hatte eine Rückkehr nach NRW - unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl - ausgeschlossen. Am Samstag war Wüst bereits bei einem Parteitag zum neuen CDU-Landesvorsitzenden gewählt worden. Auch in diesem Amt folgt er Laschet nach.

Hendrik Wüst wurde am Mittwoch zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt. (Bild: AFP)
Hendrik Wüst wurde am Mittwoch zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt.
Hendrik Wüst (re.) folgt Armin Laschet nach (Bild: AFP)
Hendrik Wüst (re.) folgt Armin Laschet nach

Vor der Abstimmung war Laschet im Landtag offiziell verabschiedet worden. Laut Landesverfassung kann ein Mitglied der NRW-Landesregierung nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestages sein. Als Landtagsabgeordneter durfte Laschet seinen Nachfolger Wüst aber noch mitwählen. Der CDU-Bundesvorsitzende wird aber wohl nur kurze Zeit gleichzeitig Abgeordneter im Landtag und im Bundestag sein.

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