Tom Putzgruber setzt sich in Serbien für einen besseren Umgang für andere Lebewesen ein – mit möglichen Folgen auch hierzulande.
Minigehege in Privatzoos, Käfigtürme auf den pulsierenden Tiermärkten: Serbien hat zwar am Papier in den vergangenen Jahren ein strenges Tierschutzgesetz bekommen, nur kontrolliert wird es kaum. Das kann Tom Putzgruber aus Kammern im Bezirk Krems nur bestätigen. Seit rund 20 Jahren ist der Obmann des Vereins RespekTiere im Balkanstaat aktiv. Und er weiß: „Kritik von innen hat bei den Verantwortlichen kaum Effekt, kommt sie von ausländischen Tierschutzorganisationen, ist das anders!“
Aufzuzeigen gibt es genug. Private Tiersammler präsentieren stolz ihr „Hab und Gut“, teilweise unter widrigsten Umständen. „Das ist oft gar keine Absicht, sie sehen aber unter dem Motto ,die Tiere haben ja eh Futter’ das Leid oft gar nicht.“ So leben Schlangen mit aufgemaltem (!) Wasser im Gehege, zwei Bären auf nur 4x4 Meter Platz auf hartem Beton oder ein Waschbär alleine unter einem Gebäude. Immerhin ist dank RespekTiere schon viel gelungen, ganze artgerechte Gehege wurden finanziert.
Wir werden nicht alles Tierleid bekämpfen können, müssen also auch die kleinen Erfolge feiern. Dazu gehört die Rettung eines einzigen Hundes.
Tom Putzgruber
Weitere traurige Bilder liefert etwa Novi Sad, 2022 immerhin europäische Kulturhauptstadt. Dort werden immer noch auf Tiermärkten unter schlimmsten Umständen Zwei- und Vierbeiner verkauft. Papageien im Kofferraum, ein Käfig vollgestopft mit Hühnern oder ein Husky um 100 Euro samt Pass. „Bei uns kosten diese Hunde mindestens das 20-fache. Kein Wunder, dass der eigentlich verbotene Welpenschmuggel auch nach Österreich munter weitergeht“, so Putzgruber.
Und dann gibt es noch Straßenhunde wie „Sam“. Er hatte einen gebrochenen Fuß, der schlecht zusammengewachsen ist. Er sprang sofort in Putzgrubers Auto, als er die Tür öffnete. „Wir brachten ihn zum Tierarzt. Er hatte insgesamt mehr als 1000 Zecken am Körper“, schildert der Aktivist, der „Sam“ nun ein besseres – und legales – Leben in Österreich ermöglichen möchte. „Er benötigt davor aber noch eine OP, die wir von einem Spezialisten in Serbien durchführen lassen“, so Putzgruber, der sich über jeden Cent als Untersützung des Vorhabens freut.
Helfen Sie mit! Spenden unter Kennwort „Sam“ an AT13 2040 4000 0000 2345
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