23.10.2021 14:51 |

Hilferufe aus Laderaum

Mexiko: 334 Flüchtlinge aus einem Lkw gerettet

An einem Checkpoint in Cosamaloapan in Mexiko haben Polizisten und Soldaten 334 Migranten aus einem einzigen Lastwagen gerettet. Die im Fahrzeug zusammengepferchten Flüchtlinge wurden nach offiziellen Angaben in schlechtem Gesundheitszustand, ohne Wasser und Nahrungsmittel gefunden. Viele von ihnen waren kurz vor dem Ersticken. 

Laut Einwanderungsbehörde INM hätten Polizisten und Soldaten Hilferufe und Klopfen aus dem Laderaum des Lkw gehört. Darin wurden 334 Flüchtlinge - darunter auch Kinder - gefunden, alle von ihnen in schlechtem Gesundheitszustand. Aufgrund fehlender Belüftung hätten viele von ihnen Erstickungssymptome aufgewiesen. 

Über die Grenze in die USA
Erst vor zwei Wochen hatten mexikanische Soldaten in den Aufliegern dreier Sattelzüge insgesamt 652 mittelamerikanische Migranten in versiegelten Kühlkammern entdeckt, denn die meisten in Mexiko aufgegriffenen Migranten versuchen, in die USA zu gelangen. 

Historischer Höchstwert
Im September wurden an der US-Südgrenze zu Mexiko rund 192.000 Migranten beim Versuch eines illegalen Grenzübertrittes gefasst. Dennoch sei laut der Grenzpolizei CBP gegenüber dem August ein Rücktritt von neun Prozent zu verzeichnen. Im gesamten US-Budgetjahr 2021 - also von Oktober 2020 bis Ende September - wurden 1,73 Millionen Menschen aufgegriffen, wie aus den CBP-Daten hervorging.

Das war ein historischer Höchstwert. Im Vorjahreszeitraum waren es 458.000 gewesen.

Hannah Tilly
Hannah Tilly
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