Exotischer Speiseplan

Uni serviert Känguru – und verkauft 400 Portionen

Ausland
09.02.2026 13:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einer Uni-Mensa in Bayern hat ein exotisches Gericht Aufsehen erregt: Känguru-Chili. Die Meinungen dazu gehen auseinander. 

Wie der „Münchner Merkur“ berichtete, wurde das Essen unlängst in der Mensa der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der drittgrößten Uni Bayerns, mit Basmati-Reis serviert. „Auch wenn ein paar Gäste vor Ort sicherheitshalber nachgefragt haben, ob es sich tatsächlich um Kängurufleisch handelt, kam das Gericht insgesamt sehr gut an“, hieß es aus der Kommunikationsabteilung der Friedrich-Alexander-Universität.

Großhändler bot das Fleisch an
„Tatsächlich war die Aktion dem Umstand zu verdanken, dass uns das Fleisch spontan von einem Großhändler angeboten wurde, dem ein anderer Kunde die Bestellung storniert hatte. Hätten wir es nicht genommen, wäre das Fleisch höchstwahrscheinlich entsorgt worden“, rechtfertigte sich die Uni weiter. 

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„Die geplanten circa 400 Portionen wurden verkauft und wir haben viel positives Feedback bekommen.

Kommunikationsabteilung der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg

„Morgen gibt‘s Pinguin“
Im Netz gab das Gericht Anlass zu kontroversen Diskussionen. Auf Reddit postete ein Nutzer die Speisekarte unter dem Titel „Wenn die Mensa wieder eine experimentelle Phase hat“. Die Kommentare reichten von Lob („kann Känguru sehr empfehlen, schmeckt wirklich gut. Strauß, Krokodil und diverse Antilopenarten übrigens auch“) – bis zu deutlicher Ablehnung: „Kängurufleisch schmeckt ekelhaft.“ Ein weiterer User scherzte: „Morgen gibt’s Pinguin.“ Für Studenten kostete das Essen übrigens 3,79 Euro, für Angestellte 4,99 Euro und für Gäste 7,58 Euro. 

Kängurufleisch in Australien normales Lebensmittel
Kängurufleisch gilt in Australien als normales Lebensmittel. Es ist sehr mager, eiweißreich und hat einen kräftigen, leicht wildartigen Geschmack. Zudem wird es als nachhaltig angesehen: Kängurus produzieren deutlich weniger Methan als Rinder und verursachen geringere Umweltbelastungen. In Österreich ist Kängurufleisch hingegen eine Seltenheit und taucht vor allem in ausgewählten Feinkostläden oder innovativen Restaurants auf.

Kängurus gelten in Australien als geschützte Wildtiere und dürfen nicht frei gejagt werden. Der Abschuss ist nur im Rahmen staatlich festgelegter Quoten erlaubt und ausschließlich durch lizenzierte Jäger. Das Fleisch stammt aus kontrollierter Wildentnahme und darf legal exportiert werden. Illegale Jagd oder unkontrollierter Handel sind verboten.

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