Edelmetall für Vincent Kriechmayr und Manuel Feller! Das rot-weiß-rote Duo landete am Montag bei der Olympia-Teamkombi ex aequo mit den beiden Schweizern Marco Odermatt und Loic Meillard auf Rang zwei. Gold ging an dessen Landsmänner Franjo von Allmen und Tanguy Nef.
Vincent Kriechmayr und Manuel Feller haben am Montag mit Silber in der Teamkombination für die erste österreichische Alpin-Ski-Medaille bei den Olympischen Spielen in Italien gesorgt. Mit einer starken Slalomfahrt machte Feller den großen Rückstand Kriechmayrs nach der Abfahrt wett und katapultierte das Duo 0,99 Sekunden hinter dem Schweizer Duo Franjo von Allmen/Tanguy Nef noch auf den zweiten Platz, zeitgleich mit deren Landsleuten Marco Odermatt/Loic Meillard.
Das Ergebnis:
Raphael Haaser/Michael Matt landeten knapp dahinter auf Platz vier (+1,02), die Steigerung im Slalom sollte nicht für Edelmetall reichen. Stefan Babinsky/Fabio Gstrein schlossen als Achte (+1,41) ab, Daniel Hemetsberger/Marco Schwarz wurden Elfte (+1,86). Für Feller war es nach Silber im Teambewerb 2018 die zweite olympische Medaille, Kriechmayr kommt diese Ehre bei Spielen zum ersten Mal zu.
Nach Abfahrt noch lange Gesichter
Dabei schienen die Österreicher den Erfolg auf der Abfahrtsstrecke von Bormio schon liegengelassen zu haben. 97/100 Sekunden waren die späteren „Silbernen“ als Siebente da vom Stockerl entfernt. Kriechmayr, Sechster der Spezialabfahrt, haderte mit den finalen drei Kurven, die ihm schließlich eine gute Sekunde kosteten. „Schlecht ist ein netter Ausdruck. Er war Kacke“, meinte er über den letzten Abschnitt. „Es ist einfach nicht gut genug. Man muss es auf den Punkt bringen bei den großen Rennen, und wenn du es nicht tust, schaut es so aus“, ärgerte sich der Oberösterreicher.
Dass er schließlich doch noch einen breiten Grinser aufsetzen durfte („Ich weiß gar nicht, wie das hergegangen ist“), verdankte er Feller, der 2025/26 bisher vor allem nur mit dem Kitz-Sieg überzeugen konnte. Der Tiroler legte die zweitbeste Zeit hinter Nef hin und fing damit mehrere Teams ab; u.a. die nach dem ersten Akt führenden Italiener Giovanni Franzoni/Alex Vinatzer (Gesamt-7.) und die Halbzeit-Zweiten Alexis Monney/Daniel Yule (13.) aus der Schweiz. Aus einem Duell Schweiz-Italien wurde schließlich eines zwischen Österreich und den Eidgenossen.
„Danke Manu!“
„Ich habe gewusst, dass ich gut drauf bin“, erzählte Feller danach im ORF. „Nach seiner (Kriechmayrs, Anm.) Abfahrt war es nimmer so in Reichweite, andererseits habe ich keinen Druck mehr gehabt.“ Kriechmayr, am Mittwoch im Super-G am Start, sah sich als Glückspilz. „Danke Manu, vü Fett‘n g‘habt“, betonte der 34-Jährige. Feller, der genau eine Woche danach auch im Spezialslalom jubeln will, blieb demütig. „Die Medaille gehört zur Hälfte dem Vinc, wir sind ein Team.“
Haaser/Matt fehlte der Hauch von 3/100 auf die Medaillen, eine bessere Ausgangsposition war schon in der Abfahrt verspielt worden. Wie Feller zeigte auch Matt einen beherzten Slalom, war dort fast zeitgleich mit seinem Kollegen. „Eine solide Performance im Slalom, oben wären noch zwei, drei Zehntel drinnen gewesen“, resümierte Matt. Der vierte Platz „tut weh“, gestand Haaser.
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