Slopestyle-Finale

Sturz im letzten Lauf: Keine Medaille für Wolf

Olympia
09.02.2026 13:40
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Lara Wolf hat in ihrem ersten olympischen Freeski-Finale eine Medaille klar verpasst. Die Tirolerin kam am Montag im Snowpark von Livigno im Slopestyle mit 56,60 Punkten auf Rang neun, auf Platz drei fehlten fast 20 Zähler.

Um Gold lieferten sich die Chinesin Eileen Gu und die Schweizerin Mathilde Gremaud einen Zweikampf, den Gremaud mit 0,38 Punkten Vorsprung für sich entschied und damit ihren Erfolg von Peking 2022 wiederholte. Bronze ging an die Kanadierin Megan Oldham.

Mathilde Gremaud holte Gold.
Mathilde Gremaud holte Gold.(Bild: AP/Gregory Bull)

Sturz am ersten Rail
Wolf startete mit einem Sicherheitslauf (52,83 Punkte) und Rang sechs. Im zweiten Run gelang der 25-Jährigen eine leichte Steigerung (56,60), eine bessere Wertung vergab sie wegen unsauberer Rail-Passagen im oberen Bereich. Von Rang sieben aus misslang dann der Angriff auf die Medaillenplätze im dritten Durchgang komplett, nach einem Sturz am ersten Rail musste die Vizeweltmeisterin von 2025 die Hoffnungen früh aufgeben. Wolf fiel noch zwei Plätze zurück und landete wie in der Qualifikation auf Rang neun.

Lara Wolf
Lara Wolf(Bild: EPA/ALEX PLAVEVSKI)

„Passiert mir eigentlich nie“
„Ich wollte im letzten Run nochmal einen draufsetzen, bin aber leider am ersten Rail gestürzt, was mir eigentlich nie passiert. Es fühlt sich jetzt nicht so gut an“, erklärte die Tirolerin, die im Big Air noch eine zweite Chance hat. „Für mich ist wichtig, dass ich das abhake. Am Samstag ist Big-Air-Quali. Meine Chancen sind gut, ich weiß, was ich kann, ich habe richtig gute Tricks“, sagte Wolf, die 2023 ihre Karriere beendet hatte, sich für ein Comeback entschied und nun mit dem Finaleinzug ein großes Ziel erreicht hat.

Big Air zweite Chance für Wolf
Im Big Air will sie nachlegen, die Erfahrungen vom Slopestyle sollen ihr dabei helfen. „Ich fokussiere mich auf ein neues Ziel, dass ich meine Geschichte weiterschreibe. Gut, dass ich einmal ein Finale gefahren bin, dass ich weiß, wie es sich anfühlt. Es ist wahnsinnig groß, bei einem Olympia-Finale zu fahren, sehr viele Emotionen“, erklärte Wolf.

In einer eigenen Liga duellierten sich Gremaud, die mit der österreichischen Mountainbike-Downhillerin Valentina Höll liiert ist, und Gu um Gold. Die 22-jährige Gu, Doppel-Olympiasiegerin von Peking in Halfpipe und Big Air, legte mit 86,59 Punkten vor. Im zweiten Lauf schlug die Doppel-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Gremaud zurück und übernahm mit 86,96 Punkten und 0,38 Vorsprung auf Gu die Führung. Chinas Topstar konnte nicht mehr kontern, Gremaud jubelte einen Tag nach ihrem 26. Geburtstag über ihr zweites Olympia-Gold.

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