Von der "heiligen" Sonntagsruhe ausgenommen sind zum Beispiel Geschäfte an Bahnhöfen. Vor nunmehr sieben Jahren öffnete der "Spar" am Hauptbahnhof erstmals auch am "Tag des Herren" seine Pforten, und wer einmal dort war, weiß: Dort spielt sich's so richtig ab! Flughäfen sind ebenso Ausnahme - seit Herbst 2008 gibt es am Grazer Airport eine "Spar"-Filiale, die am Sonntag offen hat.
Tankstellen als Supermarkt
Auch an Tankstellen gibt es einiges zu holen, um über das Wochenende zu kommen. Das hatte bisher allerdings seine Nachteile: das Sortiment überschaubar, die Preise Wucher. Immer mehr dieser Shops werden nun von Handelsketten übernommen. So gibt es seit vergangenen Sommer "Jet"-Tankstellen mit "Billa stop & shop". "Spar" hat nachgezogen und bei zwei Tankstellen - in der Ragnitzstraße und der Kärntner Straße - "express Märkte" eröffnet.
"Es ist ein Gfrett"
Was den Kunden freut, setzt den "Kleinen" hart zu: "Klar spüren wir die Konkurrenz. Der Umsatz hat sich in den vergangenen Jahren halbiert", meint Adelheid Fürntrath-Moretti. Ihr gehört der "Laufke" in der Elisabethstraße. Herbert Lang, Besitzer des gleichnamigen Feinkostladens (vormals "Heu") in der Theodor-Körner-Straße: "Es ist ein Gfrett. Die Ware läuft ab, bevor ich sie verkaufe, und die Kühlung kostet mehr Strom, als wir Einnahmen haben."
Viele türkische Läden pfeifen drauf
Auch der "Türke um die Ecke" ist am Sonntag für die Grazer da. Oft jedoch verbotenerweise - viele halten sich nicht an die "Spielregeln". Offen halten darf nämlich nur, wer eine Gastronomielizenz hat. "Das Ausschenken von Tee ist dafür allerdings zu wenig!", so Kontrollor Harry Pogner.
von Ernst Grabenwarter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.