Mustapha „Musti“ Mesloub ist seit 30 Jahren an der Salzach tätig und eine echte Klub-Legende. Einmal wollten ihn die Bayern gar abwerben. Für Liverpool-Star Sadio Mané ist er bis heute wichtige Bezugsperson.
Wechseln ausländische Spieler nach Salzburg, ist die Eingewöhnungsphase nicht einfach. Neues Land, neue Sprache, oft auch neue Kultur. Um ihnen die „Akklimatisierung“ zu vereinfachen, gibt’s bei den Bullen einen Integrationsmanager. Für Mustapha Mesloub, kurz „Musti“, ist das kein Beruf – er versteht es vielmehr als Berufung!
Der 61-Jährige behandelt die Spieler wie seine Söhne und kümmert sich aufopferungsvoll um sie. Von Keita und Upamecano über Haidara und Samassekou bis hin zu Camara und Koita: Sie alle haben Mesloub viel zu verdanken und schätzen die offene und sympathische Art des gebürtigen Algeriers.
Interviewanfragen für den Strahlemann lehnte Salzburg stets ab, Zitate von aktuellen Spielern über ihn wurden nicht autorisiert. Um Mesloubs Standing dennoch zu untermauern, lässt die „Krone“ einen wahren Weltstar im Fußball über ihn plaudern. Einen, der heute noch regelmäßig in die Mozartstadt reist und sich mit ihm trifft: Sadio Mané!
„Ein Lieblingsmensch“
„Als ich nach Salzburg kam, konnte ich weder Englisch noch Deutsch. Musti war der Einzige, der Französisch sprach“, erinnert sich der Liverpool-Superstar an seine Zeit an der Salzach. „Seine Frau hat für mich gekocht, seine Töchter haben mir geholfen, er hat für mich alles übersetzt und ging mit mir einkaufen. Musti war mein Vater, meine Familie, mein alles! Und er gehört bis heute zu meiner Familie. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr er meine Karriere beeinflusst hat!“
Liebe war zu groß
Der 29-Jährige würdigt seinen Ziehvater als „immer lustigen und extrem intelligenten Typen, der weiß, wie Menschen ticken. Er ist einer meiner Lieblingsmenschen auf dieser Welt!“ Generell gibt es wohl keinen, der ein schlechtes Wort über ihn verliert. Patrick Farkas nennt ihn liebevoll „La Classe“, für Andre Ramalho war er immer „der Präsident“.
Mesloub, der seit 30 Jahren in Salzburg tätig ist, früher selbst als Trainer arbeitete und sich für die Austria engagierte, hat sich natürlich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Der FC Bayern wollte den vielseitigen Betreuer vor einigen Jahren verpflichten. Mesloub dachte an Abschied, sagte dem deutschen Rekordmeister aber ab – die Liebe zu Salzburg war letztendlich zu groß.
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