09.03.2011 12:33 |

Erschütternde Daten

Kinderpornografie im Netz: USA Spitzenreiter

Erschütternde Daten zum Thema Kinderpornografie im Internet hat am Mittwoch die International Association of Internet Hotlines ("Inhope") in ihrem Jahresbericht 2010 veröffentlicht. Demnach waren 71 Prozent der Opfer noch nicht in der Pubertät, vier Prozent sogar Kleinkinder. In den Jahresbericht wurden rund 24.000 Meldungen über Websites mit kinderpornografischem Inhalt eingearbeitet - glücklicherweise stammte keine davon aus Österreich.

Laut Inhope-Jahresbericht waren die weltweit registrierten Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet zu 77 Prozent Mädchen. 78 Prozent der Websites mit einschlägigem Inhalt wurden nicht kommerziell betrieben, lediglich 22 Prozent verlangten irgendeine Art von Bezahlung. In knapp 45 Prozent der Fälle war es möglich, den Inhalt der Seiten bzw. die Seiten selbst innerhalb von zwei Tagen zu entfernen.

USA trauriger Spitzenreiter
Die mit Abstand meisten Fälle wurden aus den USA gemeldet (634), gefolgt von Deutschland (125), Russland (59) und den Niederlanden (67). "Die knapp 67 Prozent des illegalen Inhalts in den USA senden eine eindeutige Botschaft an die Politik und die Sicherheitsbehörden: Verstärkte Zusammenarbeit, das Durchsetzen der Schutzrechte der Betroffenen und natürlich auch die Verfolgung der Straftäter sind das Gebot der Stunde", betonte Andreas Wildberger, Generalsekretär der ISPA, der Dachorganisation österreichischen Internet-Provider. Würde man dieser Problematik ähnliche Anstrengungen widmen, wie beispielsweise dem Abkommen für Finanztransaktionen (SWIFT), wäre der Kinderporno-Sumpf wohl bald ausgetrocknet, so Wildberger.

"Löschen nicht unmöglich"
Befinden sich kinderpornografische Inhalte auf Servern im Ausland, wird zunächst die Meldestelle im betroffenen Land kontaktiert. Diese bemüht sich dann, die Inhalte über den Provider im jeweiligen Land so rasch wie möglich aus dem Netz zu entfernen. "Es ist unserer Erfahrung nach keineswegs so, dass das Löschen im Ausland ganz schwierig oder gar unmöglich ist", erklärte Wildberger. Hierzulande wurden ihm zufolge im Vorjahr keine Seiten gemeldet, die österreichische Server betreffen. Der Österreichische Bericht zum Thema Kinderpornografie im Internet wird Ende April erwartet.

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