Auf rund 12.000 Unterstützer kann das Rote Kreuz Osttirol (RKO) derzeit zählen. Mit einer Werbeaktion im Sommer im gesamten Bezirk will man diese Zahl weiter ausbauen. Rotkreuz-Werber, uniformiert mit roter Hose und weißem Hemd, klopfen bis Ende August an jeder Haustür. Der Beitrag ist ein Teil der Finanzierung.
Mit einer Mitgliederwerbung will das RKO weitere Unterstützer anwerben. Dafür benötigt man Mitgliedsbeiträge, wie Geschäftsführer Stephan Hofmann erklärt: „Dieser wird für viele zusätzliche Leistungen benötigt. Das sind etwa die Team-Österreich-Tafel, der Besuchs- oder der Katastrophendienst.“ Auch Teile des Rettungsdienstes sind dort enthalten, genauso wie Ausgaben für Bekleidung oder Fortbildungen. Einiges an Geld fließt auch in die Jugendausbildung.
Hochgestecktes Ziel
Um neue Unterstützer anzuwerben, klappern bis Ende August sechs Studenten Haushalte im Bezirk ab. Wichtig: Es wird kein Bargeld an der Haustür entgegengenommen. Will man die Organisation unterstützen, erfolgt das über einen Dauerauftrag, der jederzeit kündbar ist. Die Daten werden vor Ort in einem Tablet gespeichert. Durch die Kampagne erhofft man sich rund 2000 neue Mitglieder. Die Höhe des Beitrages ist individuell, betont Hofmann: „Es gibt Zusatzpakete, wo man ab gewissen Beiträgen Gegenleistungen erhält, etwa gratis Erste-Hilfe-Kurse oder Rückholtransporte bei Unfällen in anderen Bundesländern.“
Die ersten neuen Mitglieder wurden bereits gefunden: Ainets BM Karl Poppeller und Leo Gomig (Obmann des Vereins „Curatorium pro Agunto“) unterstützen als Privatperson ab sofort das Rote Kreuz. Dazu Poppeller: „Es ist wichtiger denn je, denn in der Gemeinde vergeht kaum eine Woche, wo ich nicht zwei, drei Mal ein Rettungsauto im Dorf sehe.“
Tausende Einsätze
Die über 300 Freiwilligen des Roten Kreuz Osttirol absolvierten im vergangenen Jahr 6400 Rettungseinsätze und waren knapp 12.000 Mal als Krankentransport im Einsatz. Dazu kommen rund 20.400 Freiwilligenstunden bei den Gesundheitsdiensten. Die Beiträge werden in diesen Bereichen verteilt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.