18.02.2011 10:32 |

Das große Bibbern

"General Winter": Täglich bis zu minus 30 Grad in Moskau

Dauerfrost in Moskau: Ein gewaltiges arktisches Hoch hat die größte Stadt Europas seit Tagen mit Temperaturen von bis zu minus 30 Grad fest im Griff. Russische Medien sprachen am Freitag vom "härtesten Winter der letzten hundert Jahre", der die mehr als zehn Millionen Menschen bibbern lässt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass die Zahl der Notfalldienste verdreifacht wurde.

"Der anormale Frost stellt uns vor eine enorme Herausforderung", sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin. Der Wetterdienst erwartet, dass die Werte weiter purzeln und "General Winter" mit viel Schnee noch bis März eisern regieren wird.

Erst Jahrtausendhitze, dann Megafrost
Im europäischen Teil Russlands herrscht seit etwa 14 Tagen eine ungewöhnlich starke Kälte. Die Durchschnittstemperaturen für Februar liegen allein in Moskau elf bis 13 Grad unter dem Normalwert. Im vergangenen Sommer hatten die Moskauer noch mit einer Jahrtausendhitze von wochenlang um die 40 Grad sowie schwerem Smog von Torfbränden zu kämpfen.

In den Geschäften der Hauptstadt wurden Heizgeräte knapp, wie Medien berichteten. Viele Bewohner in schlecht isolierten Plattenbauwohnungen klagten über Zimmertemperaturen von um die 15 Grad. Fußballspiele wurden von den Abendstunden auf den Nachmittag vorverlegt.

Lebensgefahr für Obdachlose auf der Straße
Die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" rief ihre Leser auf, den vielen Obdachlosen auf den Straßen mit Spenden, Kleidung und Essen zu helfen. Die bekannte Ärztin Elisabeth Glinki, genannt "Doktor Lisa", erklärte, dass viele Menschen auf der Straße sterben oder ihnen Füße und Hände erfrieren.

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