Wichtige Tipps

Sicher wandern trotz vieler Altschneefelder

Kärnten
04.07.2021 07:00

Sommerzeit ist Wanderzeit. Doch nach dem Rekordwinter sind in den Bergen noch einige Altschneefelder zu finden, wie am Karnischen Höhenweg. Für gut ausgerüstete Wanderer sollten diese jedoch kein Hindernis sein.

Der Karnische Höhenweg zählt zweifellos zu den schönsten Weitwanderwegen Kärntens, führt er doch von Sillian in Osttirol bis Thörl-Maglern entlang Österreichs Südgrenze durch die Bergwelt. In acht bis elf Tagen geht es rund 150 Kilometer weit über felsige Berggipfel, sanfte Almen und schöne Wälder - ein Erlebnis und absolut empfehlenswert. Auch weil der gesamte Weg gesäumt ist mit hervorragenden Schutzhütten.

(Bild: Hannes Wallner)

Heuer startet die Höhenweg-Saison in den Karnischen Alpen etwas verspätet an diesem Wochenende. „Mit der Obstansersee- und der Filmoorhütte haben jetzt alle geöffnet“, freut sich Wirtin Viktoria Maurer, wieder Weitwanderer auf der Sillianer Hütte begrüßen zu dürfen. Denn der Karnische Höhenweg zeigt sich heuer von einer ganz besonderen Seite. Viktoria: „Einige Altschneefelder werden nach dem vergangenen Rekordwinter wohl nicht schmelzen.“

Doch für Wanderfreunde stellen diese kein Hindernis dar, vor allem, wenn man sich darauf bewusst vorbereitet. „Es ist empfehlenswert, heuer einen Leichtpickel bei Wanderungen entlang es Karnischen, aber auch bei den anderen höher gelegenen Weitwanderwegen mitzunehmen“, so Abteilungsinspektor Heribert Patterer, der erfahrene Leiter der Alpinpolizei Hermagor.

Laut Alpinpolizei kam es heuer im Gail- und Lesachtal schon zu mehreren Unfällen auf Altschneefeldern.

Ein Selbsttest der „Bergkrone“ im Bereich des Wolayersees  zeigt, wie schnell es gehen kann.

Ohne Hilfsmittel dauert die Rutschfahrt sehr viel länger - die Gefahr von Verletzungen ist oftmals groß, weil jedes Schneefeld einmal endet (Bild: Hannes Wallner)
Ohne Hilfsmittel dauert die Rutschfahrt sehr viel länger - die Gefahr von Verletzungen ist oftmals groß, weil jedes Schneefeld einmal endet

Heribert: „Kommt man einmal ins Rutschen, dann muss man so schnell wie möglich versuchen, aus der instabilen Position in Bauchlage zu kommen, Kopf nach oben und in Liegestützhaltung den Sturz bremsen.“ Kaum zu glauben, wie schnell man dabei beschleunigt.

Polizistin Melanie Jank kann hingegen ihren Sturz mit einem Leichtpickel sehr viel schneller stoppen (siehe Bildserie ).

Mit einem Leichtpickel kann der Sturz auf einem Altschneefeld viel schneller gestoppt werden (Bild: Hannes Wallner)
Mit einem Leichtpickel kann der Sturz auf einem Altschneefeld viel schneller gestoppt werden

Heribert: „Wichtig ist, dass man auf Altschneefeldern leichte Handschuhe anzieht, um seine Hände vor Abschürfungen zu schützen.“ Beim Queren selbst eher schräg aufwärts gehen und seitlich mit stabilen Bergschuhen mit harter Sohle Tritte in den Schnee schlagen. Polizeibergführer Heribert: „Wenn ich gar keine Ausrüstung mit dabei habe, dann sollte man bei Schneefeldern ab 30 Grad Steilheit umkehren oder versuchen, diese zu umgehen. Alles andere ist mit einem Risiko behaftet.“

Wenn man die Tipps der Alpinpolizei beherzigt, dann steht einer tollen Wandersaison heuer nichts mehr im Weg, denn es ist schon etwas ganz Besonderes, bei heißen Sommertemperaturen über Schnee zu gehen.

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