23.06.2021 10:05 |

Deutscher ging k.o.

Nächste Attacke durch Schlägertrupp in Innsbruck

Montagabend kam es im Bereich des Innsbrucker Marktplatzes - wie berichtet - zu einer Schlägerattacke auf einen Mann. Zwei bislang unbekannte Männer dunklen Typs griffen einen 60-jährigen Deutschen mit Faustschlägen an. Der Mann ging zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Die Schläger sind flüchtig. Es ist die dritte derartige Attacke binnen weniger Tage in Innsbruck.

Am Wochenende attackierten bislang Unbekannte einen Österreicher (30) und einen Deutschen (25) und verletzten sie durch Schläge und Tritte schwer.

Jetzt wurde ein 60-Jähriger Opfer: Nach vorangegangenem Streit verpassten zwei Männer dem Deutschen derartig heftige Faustschläge, dass er laut Polizeibericht „zu Boden ging und kurzzeitig das Bewusstsein verlor“. Danach flüchteten die dunkelhäutigen Männer Richtung Innufer, wo sich ihre Spur verlor. Die Fahndung verlief negativ.

Mehr Delikte wegen Öffnungen
Einer der Männer trug einen auffälligen Irokesen-Haarschnitt, beide waren mit schwarzen Hosen und grauem bzw. schwarzem T-Shirt bekleidet. Nachdem es der dritte derartige Vorfall binnen drei Tagen war, bat die „Krone“ Sicherheits-Stadtrat Johannes Anzengruber um eine Einschätzung der Lage: „Natürlich gibt es im Vergleich zu den Vormonaten aufgrund der Öffnungen und Corona-Lockerungen einen Anstieg bei den Delikten im öffentlichen Raum“, sagte Anzengruber.

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Ein Trend zu mehr Gewalttaten in Innsbruck lässt sich aber nicht erkennen, dazu bedarf es auch eines größeren Beobachtungszeitraumes.

Johannes Anzengruber

„Innsbruck sichere Stadt“
„Ein Trend zu mehr Gewalttaten in Innsbruck lässt sich aber nicht erkennen, dazu bedarf es auch eines größeren Beobachtungszeitraumes. Innsbruck ist eine sehr sichere Stadt.“ Die Polizei leiste „hervorragende Arbeit“. „Die Aufklärungsquote konnte gegenüber dem Jahr 2019 nochmals um vier Punkte auf 64,9 Prozent gesteigert werden. Damit liegt Innsbruck im Bundesländervergleich ganz vorne“, erklärte Anzengruber. Jede Form von Gewalt, ob zu Hause oder im öffentlichen Raum, müsse durch stetige Präventions- und Aufklärungsarbeit bekämpft werden.

BM Willi nimmt Stellung
Ähnlich argumentiert BM Georg Willi: „Jede Form von Gewalt ist zu verurteilen. Auch wenn es sich nicht um eine allgemeine Entwicklung handelt, sollten wir solche Ereignisse – auch als Zivilgesellschaft – nie auf die leichte Schulter nehmen. Ein gutes Zusammenleben in einer Gemeinschaft muss auf gegenseitigem Respekt basieren.“

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Wir hätten genug Polizei, nur muss die halt auch eingesetzt werden. Es braucht mehr Präsenz und Schwerpunktaktionen. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung darf nicht noch mehr leiden.

FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel

FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel fordert die Polizei auf, deutlich mehr Präsenz zu zeigen: „Mehr Kontrollen in Zivil, mehr Strafen, mehr Konsequenzen. Ich trete für Recht und Ordnung ein.“

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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