10.06.2021 19:00 |

Baby hatte es eilig

Kleiner Jakob kam ungeplant zu Hause zur Welt

In der Nacht auf den 21. Mai wurde das Rote Kreuz in Salzburg zu einer werdenden Mutter mit Wehen gerufen. Gerade einmal eine Viertelstunde nach Eintreffen der Rettungskräfte war der kleine Jakob da.

Mutter Armina wurde gegen 2.30 Uhr in der Nacht durch erste Wehen geweckt. Während Ehemann Muhamed Verwandte aus dem Bett klingelte, damit diese auf die schlafenden Geschwister aufpassen, wurde schnell klar: Viel Zeit bleibt nicht. „Wir haben also beschlossen, die Rettung zu rufen, anstatt selbst ins Krankenhaus zu fahren“, erzählt der frisch gebackene Vater.

„Die Mutter hatte noch keinen Blasensprung“, erinnert sich Rettungssanitäter Philipp Hasenbichler, der mit seinen Kameradinnen Marilena Swidrak und Emma Lanzinger kurz darauf bei der Familie eintraf, und erzählt weiter: „Trotzdem war sofort klar, dass sich ein Transport nicht mehr ausgeht. Wir haben also die Notärztin hinzugerufen und dann ging alles ganz schnell.“

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Es war sofort klar, dass sich ein Transport nicht mehr ausgeht. Wir haben also die Notärztin hinzugerufen und dann ging alles ganz schnell.

Sanitäter Philipp Hasenbichler

„Es war gar nicht viel für uns zu tun“
Rekordverdächtige 15 Minuten später erblickte der kleine Jakob gesund und munter im heimischen Wohnzimmer das Licht der Welt. Papa Muhamed trennte die Nabelschnur durch. Die eintreffende Notärztin Dr. Judith Plankensteiner bestätigte in einer ersten Untersuchung: Mutter und Kind sind wohlauf. „Es war für uns alle drei die erste Hausgeburt“, strahlt Philipp Hasenbichler, „wobei gar nicht viel für uns zu tun war.“

Geschwister verschliefen Geburt
Armina und Muhamed sind bereits routiniert in puncto schnelle Geburten: „Die Geburt unseres zweiten Kindes war schon sehr kurz“, erzählt Muhamed, „ich hab schon fast lachen müssen, dass es dieses Mal noch schneller ging.“ Nur zwei bekamen von der ganzen Aufregung nichts mit: Die großen Geschwister Mejra (3) und Ibrahim (1) verschliefen die Geburt.

Nach der Erstversorgung durch die Notärztin transportierte das Rotkreuz-Team Mutter und Kind ins Landeskrankenhaus, aus dem die beiden schon zwei Tage später wieder entlassen wurden. Die jetzt fünfköpfige Familie genießt nun die gemeinsame Zeit zu Hause.

 Salzburg-Krone
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