04.06.2021 10:10 |

Weil‘s egal ist?

E-Auto-Fahrer fahren mehr als Verbrenner-Lenker!

Elektroautos fahren mehr Kilometer pro Jahr als Verbrennerautos. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach sind E-Autofahrer in Europa durchschnittlich 630 Kilometer mehr unterwegs als Fahrer konventionell angetriebener Fahrzeuge.

Laut der im Auftrag von Nissan anlässlich des Weltumwelttages am Samstag (5. Juni) durchgeführten Umfrage legen die Fahrer von Elektroautos im europäischen Durchschnitt mehr als 14.200 Kilometer pro Jahr zurück. Die Jahreslaufleistung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor beträgt dagegen „nur“ 13.600 Kilometer im Mittel.

In Italien legen die E-Autofahrer die meisten Strecken zurück: Mehr als 15.000 Kilometer durchschnittliche Laufleistung pro Jahr reichen für den Spitzenplatz vor den Niederlanden mit 14.800 Kilometern.

Stellt sich die Frage, warum das so ist, denn im Sinne von Klima, Umwelt und Gesellschaft wäre es wohl besser, weniger Auto zu fahren. Vermutlich halten E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug tatsächlich für umweltfreundlich, also für auswirkungslos auf ihr Umfeld. Allerdings hat nicht jedes Land einen derart nachhaltigen Strommix wie Österreich, und auch hier bedeutet es natürlich einen Unterschied, ob man fährt oder nicht.

Nissan schlägt auch in die „Alles egal“-Kerbe: „Diese Studie unterstreicht erneut, dass elektrisches Fahren nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch Spaß macht und für die Besitzer eine spannende und bequeme Option ist“, sagt Arnaud Charpentier, Region Vice President Product Strategy & Pricing für die Nissan AMIEO Region. Heißt: Je mehr man mit einem Elektroauto fährt, desto besser für die Umwelt. Sehr geehrter Herr Charpentier: Nein.

Mangelnde Ladeinfrastruktur nur ein Mythos?
Charpentier ist auch „zuversichtlich, dass die Reichweitenangst bald der Vergangenheit angehören wird, wenn immer mehr E-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind“. Der Umfrage zufolge sollen 69 Prozent der europäischen E-Autofahrer bereits jetzt mit der verfügbaren Ladeinfrastruktur zufrieden sein. Die mangelnde bzw. nicht ausreichende Ladeinfrastruktur bezeichnet Nissan als „Mythos“.

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Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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Sonntag, 20. Juni 2021
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