Seit der gescheiterten Frühjahrs- und Sommeroffensive vor einem Jahr hat die Ukraine an der mehr als 1200 Kilometer langen Front im Osten des Landes so gut wie keinen Meter gutgemacht. Im Gegenteil, die Russen haben die militärische Oberhand zurückgewonnen und schaffen es, teilweise auch in Richtung Westen vorzurücken. Sehr langsam und unter enormen Verlusten an Menschenleben und Kriegsmaterial, aber eben doch. Und die russischen Verteidigungslinien mit all ihren technischen Hindernissen sind längst wieder aufgebaut.
Die Verluste scheinen im Kreml keinen besonderen Eindruck zu machen. Putins Reich ist das größte Flächenland der Welt mit mehr als 144 Millionen Einwohnern. Gegen entsprechend hohen Sold findet der Kremlchef ausreichend Soldaten, die für ihn in den Krieg ziehen. Und die auf Kriegsproduktion umgestellte Wirtschaft liefert ausreichend Panzer, Munition, Raketen und anderes Kriegsmaterial.
Da kann die Ukraine nicht mithalten. Kiew hat trotz massiver Zwangsmaßnahmen größte Probleme bei der Rekrutierung von Soldaten, und ohne die Hilfe des Westens wäre auch das Kriegsgerät längst ausgegangen.
Ein Militärexperte hat jüngst im deutschen Fernsehen erklärt, dass die Ukraine dieses, das nächste und auch das übernächste Jahr die russische Feuerüberlegenheit nicht werde brechen können.
Heißt das noch drei und mehr Jahre Krieg?
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.