31.05.2021 14:00 |

Museum trifft Europark

Meisterwerke funkeln im Salzburger Einkaufstempel

Von der Modenschau bis zum Squash-Turnier - auf dem Theaterplatz im Salzburger Europark war schon einiges zu erleben. Von 7. bis 26. Juni sind im größten Shopping Center des Landes zehn einzigartige Werke aus dem Kunsthistorischen Museum Wien zu sehen.

Der Name ist Programm. Wenn im Juni das Kunsthistorische Museum Wien auf dem Theaterplatz des Salzburger Europarks sein „Museum in a Nutshell“ aufbaut, dürfen sich kunstinteressierte Shopper fast drei Wochen lang über eine Mini-Ausstellung mitten im Einkaufszentrum freuen. Es sind natürlich nicht die millionenschweren Originale, die neben Mode- und Elektro-Artikeln um die Gunst der Besucher buhlen, aber zehn hochwertige Reproduktionen berühmter Kunstwerke, die in einem Ausstellungs-Kubus präsentiert werden. Neben Gemälde-Highlights von Bruegel, Raffael, Vermeer oder Cranach lockt auch ein Frauenbildnis von Tizian – als durchaus beabsichtigte Werbung für die große Tizian-Ausstellung ab 5. Oktober in Wien.

Center-Manager sieht Projekt als Ritterschlag
„Wir sind ein eventlastiges Haus und haben auch immer wieder Akzente im Bereich Kunst und Kultur gesetzt, aber solch ein Projekt mit einem der bedeutendsten Museen der Welt ist für uns ein Ritterschlag – quasi die Champions League unter unseren bisherigen Kultur-Kooperationen“, schwärmt Europark-Manager Manuel Mayer. Die Idee sei erst vor einem halben Jahr geboren worden, doch man sei sich sehr rasch einig geworden.

Das kleine Ausstellungsmodul eines „Museums in der Nussschale“ ist vom Kunsthistorischen Museum (KHM) bereits 2018 entwickelt worden, damals für eine prominente Klientel. Es konnte während der österreichischen EU-Präsidentschaft ein halbes Jahr lang in Brüssel besucht werden. „Ob Shopping Center oder EU-Ratsgebäude, unser großes Anliegen ist es, die Kunstwerke auch abseits des Museums in die Mitte der Gesellschaft zu bringen“, erklärt Paul Frey, Chef des KHM-Museumsverbands.

Experten geben Auskunft zu den Kunstwerken
Begleitet wird die Ausstellung zeitweilig von professionellen Kunstvermittlern, die gewohnt sind, sich spontan auf jede Zielgruppe einzustellen (je zwei Termine am 11. und 18. Juni). „Die sind alle sehr erfahren und haben eine gute Menschenkenntnis“, bemüht sich deren Leiterin Rotraut Krall, eventuelle Berührungsängste bereits im Vorfeld abzubauen.

Thomas Manhart
Thomas Manhart
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