17.05.2021 09:37 |

Überfahrene Robo-Katze

„flatcat“: Der gruseligste Roboter aller Zeiten?

Ob Babyrobbe, Hundewelpe oder schwanzwedelndes Polster: Roboter-Haustiere erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Jetzt bekommen sie Gesellschaft von „flatcat“, einer - so der Hersteller - „überfahrenen Katze“. Das US-Magazin Gizmodo spricht auch nicht schmeichelhafter vom „gruseligsten Roboter, den man je gesehen hat“.

Entwickelt wurde dieser vom Jetpack Cognition Lab, hinter dem der deutsche Informatiker Matthias Kubisch und der in Graz geborene Künstler-Technologe Dr. Oswald Berthold stehen. Sie lernten sich während ihres Studiums an der Humboldt-Universität zu Berlin kennen und taten sich zusammen, „um die schrägsten und lustigsten Roboter der Welt zu entwickeln“, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

„Roboter der neuen Art“
Herausgekommen ist die „flatcat“, ein „Roboter der neuen Art“, der „völlig anders als alle anderen vergleichbaren Produkte auf dem Markt“ sein soll. Was ihn demnach einzigartig macht, ist seine sensomotorische Fähigkeit, „die Kräfte seiner eigenen Bewegung und die von außen durch Menschen oder einfach durch die Schwerkraft erzeugten Kräfte zu spüren und darauf zu reagieren.“

Das erlaube es der Robo-Katze, „neugierig zu sein und seinen eigenen Körper und die Welt (…) zu erkunden“, so das Unternehmen weiter. Die Technologie dafür kommt laut Jetpack Cognition Lab aus dem Forschungsfeld der Entwicklungsrobotik, bei dem Teile der Entwicklung von Tieren und Menschen in Software und Algorithmen umgesetzt werden.

Vielfältig verwendbar
Mögliche Verwendungszwecke von „flatcat“ sind dem Start-up nach als Haustier im Wohnzimmer, „um einfach zu spielen und gemeinsam die Welt der sensomotorischen Erfahrung und Bewegung zu erkunden; als therapeutischer Roboter, um sanft einfache Bewegungen zu stimulieren, Gesellschaft und Trost zu spenden; oder als Desktop-Forschungs-Roboter für Wissenschaftler und Hacker“, da er erweiterbar und modifizierbar sei.

Die ersten Exemplare des via Kickstarter finanzierten Roboters sollen im September ausgeliefert werden. Der Preis: 990 Euro.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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