24.000 Euro Geldstrafe

Schuldspruch für rabiaten Mühlviertler Zahnarzt

„Eigentlich wäre eine Freiheitsstrafe zu verhängen gewesen“, erklärte die Linzer Richterin Andrea Haidvogl dem angeklagten Zahnarzt. Dank seiner bisherigen Unbescholtenheit wurde ausnahmsweise nur eine Geldstrafe verhängt. Das nicht rechtskräftige Urteil: 24.000 Euro (davon 18.000 Euro bedingt).

„Hast du Kinder? Wenn du Kinder hast, dann sind sie tot“, soll der Mühlviertler Zahnarzt (55) einem Polizisten nach seiner Festnahme am 10. Oktober angekündigt haben. „Er hat uns permanent bedroht, beschimpft und gesagt wie viel Macht, Geld und Kontakte er hat“, erklärte auch dessen Kollege. Beide Beamten wurden bei einer Rangelei vor einem Lokal in Aigen-Schlägl im Zuge der Festnahme des Arztes verletzt. Sie waren gerufen worden, weil der 55-Jährige dort eine 19-Jährige verletzt haben soll.

Misshandlungsvorwürfe
Nach einer Nacht in der Anhaltezelle warf der Mediziner zwei anderen Polizisten via Facebook unter anderem vor, sie hätten ihn misshandelt, ihm eine Pistole an den Kopf gehalten und auch gedroht, abzudrücken. Gegen beide wurde ermittelt, die Vorwürfe stellten sich jedoch als Lüge heraus.

Noch nicht rechtskräftig
Wegen Verleumdung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung saß der Arzt am Freitag in Linz auf der Anklagebank. Richterin Andrea Haidvogl sprach ihn in allen Punkten schuldig. Nur dank seiner bisherigen Unbescholtenheit kam der Mann mit einer Geldstrafe (24.000 Euro, 18.000 davon bedingt) davon. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Donnerstag, 24. Juni 2021
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