07.05.2021 09:01 |

„Nicht akzeptabel“

Tirol: Stichproben-Kontrollen gegen „Impfdrängler“

Mit Stand Freitag wurden in Tirol insgesamt 352.819 Corona-Impfungen durchgeführt, davon 239.070 Erst- und 113.749 Zweitimpfungen. Laut Eintragungen im e-Impfpass sind damit bereits über 31 Prozent der Tiroler ein erstes Mal geimpft, rund 15 Prozent bereits vollimmunisiert, berichtete das Land. Um gegen mögliche Impfdrängler vorzugehen, wird auf stichprobenartige Kontrollen gesetzt.

„Personen, die zur Impfung erscheinen, müssen im Fall einer Überprüfung glaubhaft machen können, dass sie zu einer Risikogruppe oder zu einer bestimmten Berufs- und Personengruppen gehören, die laut Tiroler Impfplan derzeit priorisiert geimpft werden“, heißt es vonseiten des Landes. Es werde empfohlen, ein Dokument wie etwa ein vorhandenes Attest, einen Befund oder das Schreiben der österreichischen Sozialversicherung mitzuführen, das an Risikogruppen ergangen ist.

Über 50-Jährige brauchen keinen Nachweis
Auch eine Bestätigung des Arbeitgebers als Berufsgruppennachweis oder beispielsweise der Mutter-Kind-Pass für die Gruppe der engen Angehörigen von Schwangeren können zur Glaubhaftmachung verwendet werden. Personen über 50 Jahre brauchen hingegen keinen Nachweis, da sie regulär in Phase 3 für eine Impfung vorgesehen sind und eingeladen werden.

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Durch stichprobenartige Kontrollen wollen wir gewährleisten, dass die Priorisierungen auch eingehalten werden und sich niemand eine Impfung durch unwahre Angaben erschleicht.

Gesundheitsdirektor Thomas Pollak

„Es steht wöchentlich eine gewisse Zahl an Impfdosen zur Verfügung, die entsprechend aufgeteilt werden muss. Daher erfolgen die Impfungen weiterhin streng priorisiert nach Tiroler Impfplan. Durch stichprobenartige Kontrollen wollen wir gewährleisten, dass die Priorisierungen auch eingehalten werden und sich niemand eine Impfung durch unwahre Angaben erschleicht - das ist inakzeptabel und auch gegenüber jenen nicht in Ordnung, denen die Impfung tatsächlich in der aktuellen Phase zusteht“, betont der Tiroler Gesundheitsdirektor Thomas Pollak.

Betriebliche Impfungen ab 17. Mai
Ergänzend zu den Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten und den Impfzentren starten die ersten betrieblichen Impfungen in Tirol am 17. Mai. In einem ersten Schritt stehen rund 2500 Impfdosen für besonders exponiertes und eigens bekannt gegebenes Schlüsselpersonal zur Verfügung, hieß es. Rund 140 Unternehmen haben sich für die betrieblichen Impfungen angemeldet, 7000 Personen sind aktuell für eine Impfung in ihrem Betrieb vorgemerkt.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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