29.04.2021 10:30 |

Hartbergs Trainerfrage

Markus Schopp: Bleibt er oder zieht er weiter?

Der Klassenerhalt ist fixiert, sportlich will Hartberg aber noch den siebenten Rang erreichen. Hinter den Kulissen kann aber bereits für die Zukunft geplant werden. Ein heißes Thema dabei: die Trainerfrage.

Ein Kommentar von „Krone“-Redakteur Christoph Kothgasser

Man muss vor Hartberg-Trainer Markus Schopp wirklich den Hut ziehen. Was der 47-Jährige in den letzten drei Jahren mit seiner Truppe geleistet hat, ist schlichtweg beachtlich. Oder sagen wir es einmal so: Hätten Sie - Hand aufs Herz - im Sommer 2018 tatsächlich gedacht, dass die Oststeirer auch in der Saison 2021/22 in der höchsten Spielklasse spielen werden?

Mit Ihrer Skepsis wären Sie nicht alleine gewesen. Zahlreiche Experten hätten es auch nicht gedacht. Und doch hat der Steirer nun bereits zum dritten Mal mit seiner Elf die Klasse gehalten, erreichte einmal sogar die Meistergruppe und schaffte es 2020 sogar bis in die Qualifikationsrunde zur Europa League. In dieser Saison soll noch Platz sieben her, der Sieg in der Qualifikationsgruppe. Und das alles mit dem geringsten Budget der Liga und großteils mit heimischen Akteuren.

Wenn man in Hartberg von einem Fußball-Märchen spricht, dann ist das keine Plattitüde. Es ist die Geschichte eines Underdogs, der sich etabliert hat. Und das gefällt. Die Fragen, die sich nun aber auch ein Markus Schopp stellt: Was will ich jetzt? Wohin kann die Reise mit Hartberg noch gehen? In den nächsten Tagen will der Cheftrainer entscheiden, was er künftig machen will, ob er noch ein Jahr bleibt oder weiterzieht

Das Ausland ist reizvoll
Markus Schopp ist zweifelsfrei ein Fachmann. Er hat Hartberg besser gemacht und auch das Potenzial seiner Trainerkollegen erkannt und gefördert. Das zeigt das Beispiel Jürgen Säumel, den es nun zum Nationalteam zieht oder das seines Ex-Assistenten Danijel Zenkovic, der heute bei Werder Bremen als Co-Trainer werkt.

Dass auch Schopp als Trainer das Ausland reizen würde, daraus macht er gar keinen Hehl. „Wenn ich sagen würde, dass ich nicht einmal Trainer in einer größeren Liga sein wollte, dann würde ich lügen. Aber man muss bedacht sein.“ Liest man zwischen den Zeilen und sieht man das Leuchten in den Augen, wenn Schopp übers Ausland spricht, dann fällt die Conclusio simpel aus: Gibt es ein sportlich reizvolles Angebot, dann geht er. Aber er geht sicher nicht mit aller Gewalt.

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser
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