12.04.2021 17:00 |

Literaturstipendien

Tirol ehrt Siljarosa Schletterer & Martin Plattner

Die „Großen Literaturstipendien“ gingen an Dramatiker Martin Plattner sowie an Lyrikerin Siljarosa Schletterer. „Das Stipendium macht den Kopf fürs Arbeiten frei“, betonte Schletterer am Sonntag im Gespräch mit der „Tiroler Krone“.

Die Fachjury bestehend aus Thomas Gassner, Doris Happl und Robert Renk hat entschieden. Das mit jeweils 15.000 Euro dotierte „Große Literaturstipendium“ des Landes Tirol für 2021 und 2022 geht in der Sparte Drama – und zwar bereits zum zweiten Mal – an Autor Martin Plattner, diesmal für sein Exposé „Gneis“.

Plattner wurde 1975 in Zams geboren, wuchs in Wenns im Pitztal auf und lebt derzeit als freier Schriftsteller in Wien und Innsbruck. Er schreibt seit 2003 Theatertexte, welche unter anderem an Theatern in Österreich, Italien und Mexiko zur Aufführung gelangten.

Junge Lyrikerin konnte überzeugen
In der Sparte Lyrik geht die Auszeichnung an die 30-jährige Innsbrucker Poetin Siljarosa Schletterer, die mit ihrem Konzept „azur ton nähe“ überzeugte. Schletterer ist freiberufliche Autorin, Lyrikerin und Kulturvermittlerin. Sie studierte Literatur- und Musikwissenschaft mit den Forschungsschwerpunkten Zusammenspiel von Musik und Sprache sowie Lyrik. Mit ihrer Arbeit des rund 60 Gedichte umfassenden Zyklus „azur ton nähe“, welcher im Frühjahrsprogramm 2022 des Limbus Verlages erscheinen wird, begann Schletterer vor gut drei Jahren.

Im Telefongespräch mit der „Tiroler Krone“ beschreibt sie ihr Lyrik-Projekt folgendermaßen: „Ich möchte damit den Wasserläufen folgen und die Aufmerksamkeit auf die Dichte und Pluralität der umgebenden Gewässer lenken. Das Ziel ist es, die Wasseradern des Landes lyrisch auszuforschen und die Bestandsaufnahme mit literarischen Koordinaten festzuhalten. Den Flussläufen gleich durchqueren die Texte die menschlichen Grundthemenbereiche Liebe, Politik und Mitwelt“. Auf die Auszeichnung angesprochen, spürt man bei der jungen Lyrikerin die Freude und Überraschung, diese erhalten zu haben, sogar über das Telefon. „Obwohl ich es schon einige Tage weiß, tue ich mir schwer, Worte zu finden. Ich sehe dies als Anerkennung für meine Initiativen. Zudem ist es ein gutes Gefühl, dass das Überleben als freiberufliche Autorin für die nächsten Monate gesichert ist und man dadurch den Kopf für die Arbeit frei hat.“

Literarische Vielfalt und Qualität
Für Kulturlandesrätin Beate Palfrader spiegelt sich in den vorgelegten Projekten die große Vielfalt und Qualität der Tiroler Autorinnen und Autoren wider. Die Verleihung wird im Herbst stattfinden. 

Hubert Berger
Hubert Berger
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