09.04.2021 08:00 |

Tiroler Salon „Aurora“

Tests bringen Wirbel in Kosmetikstudio-Termine

Trotz offener Türen haben auch Kosmetikstudios mit den Corona-Maßnahmen zu kämpfen. Vor allem die Testpflicht bereitet eine Vielzahl an Problemen, wie der Geschäftsführer des „Aurora“ in Innsbruck schildert.

Weltbester Schönheitssalon – so muss man sich erst einmal nennen dürfen. Ausgerechnet im schwierigen Corona-Jahr 2020 erhielt das Kosmetikstudio Aurora in Innsbruck diese Auszeichnung. „Wir mussten uns beim ersten Lockdown von vielen Kunden verabschieden“, erinnert sich Geschäftsführer Murat Coskun. Manche haben Angst vor einer Ansteckung, andere verloren in der Krise ihren Job und verzichten vorerst lieber auf eine Gesichtsbehandlung. Ein Teil der Stammkundschaft will sich auch aus diversen Gründen nicht testen lassen.

Maskenpflicht akzeptiert
Ein zusätzliches Problem sind die vielen spontanen Absagen bereits gebuchter Termine. „Ich kenne einige meiner Kunden persönlich – ich hätte nie erwartet, dass der Test so ein großes Problem für manche ist“, zeigt sich Coskun perplex.

Viele bekommen das Ergebnis nicht rechtzeitig, haben keinen aktuellen Test dabei oder wollen innerhalb von 48 Stunden Gültigkeit spontan einen Termin. Die Maskenpflicht werde meist akzeptiert. „Aber Personen, die geimpft sind oder jene, die die Krankheit schon hatten, denken manchmal, sie wären ausgenommen“, schildert der Geschäftsführer. Apropos MNS: Zu Beginn der Pandemie spendete das Studio literweise Desinfektionsmittel und tausende Masken – Verbrauchsmaterialien, deren Anschaffung nun auf Dauer natürlich auf die Geldtasche drückt.

Mitarbeiter frustriert
Für die zehn Mitarbeiter, welche trotz Krise alle gehalten werden konnten, ist es irritierend, dass viele Zusatzleistungen nun verboten sind. „Man darf den Leuten nicht einmal ein Getränk anbieten oder ihnen die Garderobe abnehmen. Das entspricht nicht den gewohnten Service-Standards“, betont Coskun, der seit 1999 in dieser Branche tätig ist.

Die Mitarbeiter waren es auch gewohnt, den ganzen Tag genug zu tun zu haben. Doch bei den vielen Absagen häufen sich die Stehzeiten. „Wenn wir in Kurzarbeit geblieben wären und nicht aufgesperrt hätten, wäre die Bilanz vermutlich gleich geblieben“, ist Coskun ehrlich.

Mehr Terminanfragen zu Ostern
„Trotzdem sind wir für jeden einzelnen Kunden dankbar und froh, dass wir arbeiten dürfen.“ Zu Ostern haben sich die Terminanfragen verdoppelt. Coskun bleibt weiter positiv: „Das schönste an einem Abschied ist immer das Wiedersehen.“

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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