„Jeder, der den Spanischen Saal besuchte, musste zuerst diesen ehemals düsteren, zugigen Gang passieren. Heute aber präsentiert sich dieser als ein lichtdurchflutetes Gewölbe mit realen und virtuellen Ausblicken“.
Die Geschichte des Schlosses auf 260 Quadratmeter
So lauteten die Eingangsworte von Veronika Sandbichler, der Direktorin des Schloss Ambras, bei der gestrigen Präsentation des neugestalteten Eingangsbereich unterhalb des Spanischen Saals. Ab heute wird mit diesem als „Ambras Foyer“ titulierten Entree zu Beginn jeder Führung die Geschichte des Schlosses auf 260 Quadratmeter der Öffentlichkeit neu präsentiert und erzählt. Unter anderem mit interaktiven Medien wie „Twitter-Meldungen“ aus der Renaissance richtet man den Fokus auf die damals nicht standesgemäße Verbindung zwischen dem hochadeligen Erzherzog Ferdinand II. und seiner bürgerlichen Gemahlin Philippine Welser.
Das Liebes-Märchen von Schloss Ambras
Überhaupt wird diese vergangene und ehemals stark kritisierte Liebe zweier Menschen sehr dominierend dem Besucher präsentiert. Umgesetzt wurde diese Geschichte in Form zweier Tafeln, die ein Märchen über den feinsinnigen, kunstversessenen Erzherzog und seine milde, fürsorgliche Gemahlin und ihre verpönte, geheimgehaltene Liebe erzählen. Hier werden sich höchstwahrscheinlich die Geister scheiden
Aber wie gesagt, die Geschmäcker sind verschiedenen und Schloss Ambras stellt außerhalb der Pandemie einen Anziehungspunkt für das internationale Publikum dar. Keine Diskussion hingegen gibt es in dem Punkt, dass dieser architektonisch traumhaft konzipierte Willkommensbereich künftig eine Bereicherung für das Tagungs- und Kongresswesen in Innsbruck sein wird.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.