Mediziner in U-Haft

Trotz Corona ordiniert: Kassenvertrag gekündigt

Salzburg
11.03.2021 23:00
Porträt von Nikolaus Pichler
Von Nikolaus Pichler

Mehr als eine Woche nach dem Polizeieinsatz in einer Arztpraxis im Salzburger Bad Hofgastein hat die Gesundheitskasse den Vertrag des beschuldigten Mediziners gekündigt. Der Vorwurf: Der Arzt soll trotz einer Infektion mit dem Coronavirus Patienten behandelt haben.

Der Obmann der Gesundheitskasse (ÖGK), Andreas Huss, bestätigte am Donnerstag: „Die Generaldirektion in Wien hat die Auflösung bereits genehmigt.“ Der Vertrag verliert laut Huss am 30. Juni seine Gültigkeit. Derzeit befindet sich der Arzt in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm „vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten“ vor. Polizisten hatten den Mann vergangenen Mittwoch festgenommen, weil er trotz positiven Corona-Tests in seiner Praxis ordiniert haben soll.

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