07.03.2021 07:45 |

Anstieg um 60 Prozent

Corona überwunden: Chinas Exporte explodieren

Während große Teile der Welt noch mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben, zeigt China ungewöhnlich starkes Wachstum. Die chinesischen Exporte machten in den ersten beiden Monaten 2021 einen Sprung um Plus 60,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Einfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten ebenfalls stark um 22,2 Prozent zu. Damit kletterte der Außenhandel im Jahresvergleich um 41,2 Prozent und übertraf die Erwartungen von Experten.

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Als eine Ursache für die ungewöhnlich starken Zuwächse sahen Ökonomen die niedrige Vergleichsbasis zu Beginn des Vorjahres, als China nach dem Ausbruch des Coronavirus in der zentralchinesischen Metropole Wuhan im Jänner und Februar 2020 scharfe Kontrollmaßnahmen ergriffen und Fabriken geschlossen hatte.

Handelsüberschuss steigt unerwartet stark
Der Außenhandel entwickelte sich aber schon seit der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder kräftig und trägt stärker als erwartet zur Erholung der chinesischen Wirtschaft bei. Mit den Zuwächsen kletterte Chinas Handelsüberschuss mit der Welt unerwartet stark auf 103 Milliarden US-Dollar. Experten hatten eigentlich einen Rückgang von 78 Milliarden US-Dollar im Dezember erwartet. Auch ohne niedrige Vergleichsbasis im Vorjahr waren die Ausfuhren im Dezember schon um 18,1 Prozent gestiegen, während die Importe um 6,5 Prozent zugelegt hatten.

Wirtschaft soll mehr als sechs Prozent“ wachsen
Der Exportboom unterstützt den Aufschwung stärker als Experten erwartet hatten. Nach einem Wachstum von 2,3 Prozent im vergangenen Jahr soll Chinas Wirtschaft nach den Zielen, die Regierungschef Li Keqiang am Freitag auf der Tagung des Volkskongresses in Peking vorgelegt hatte, heuer um „mehr als sechs Prozent“ wachsen. Das Ziel gilt allerdings als vorsichtig. So rechnet der Internationale Währungsfonds für 2021 sogar mit 8,1 Prozent Wachstum in China.

Virus weitgehend unter Kontrolle
Im vergangenen Corona-Jahr war China die einzige große Volkswirtschaft, die Wachstum verzeichnete. China hat das Virus mit strengen Maßnahmen wie Ausgangssperren und Massentests für Millionen sowie Kontaktverfolgung, Quarantäne und außergewöhnlich strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle bekommen. So konnten sich der Alltag und die Wirtschaft schon seit dem vergangenen Sommer weitgehend normalisieren.

Seither hat China nur noch wenige lokal begrenzte Ausbrüche erlebt, die sofort mit strikten Kontrollmaßnahmen eingedämmt wurden. Die chinesische Regierung verfolgt eine „Null-Covid-Strategie“.

Seit Wochen wurden auch fast nur noch importierte Infektionen registriert, die wegen der zwangsweisen Quarantäne für alle Einreisenden für eine Dauer von zwei bis drei Wochen sofort isoliert werden konnten.

Quelle: APA/dpa

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