Der arg in Mitleidenschaft gezogene Rasen in der Grazer Merkur Arena sorgte in den letzten Tagen und Wochen für viel Aufsehen in der Fußball-Szene - besonders nach dem letzten Spiel von Hausherr Sturm gegen den WAC (1:2), als sich beide Trainer öffentlich über die augenscheinlich inakzeptable „Sandgrube“ beschwerten. Jetzt sprach der Senat III gemeinsam mit Bundesliga und ÖFB ein Machtwort - und sperrte das Stadion!
Es hatte sich bereits angekündigt - jetzt machte der Senat III ernst. Bei der Kommissionierung des Stadions am Donnerstag Nachmittag wurde die unzureichende Qualität - besonders augenscheinlich vor dem Südtor, wo kein Rasen mehr vorhanden ist - festgestellt. Somit ist der Platz durch die Bundesliga gesperrt.
Sturm hat kurzerhand das Wörthersee-Stadion in Klagenfurt als Ausweichstadion genannt, wird die Partie gegen Red Bull Salzburg am Sonntag (17 Uhr) dort austragen müssen. Die Arena war gleich auch für das Mittwoch-Spiel der Grazer, das Cup-Halbfinale wieder gegen Salzburg, reserviert worden. Der Stadionbetreiber in Graz hatte zwar um eine mögliche Austragung dieses Spiels in der heimischen Merkur Arena gekämpft, beginnt am Montag (früher ist aus teils Corona-bedingten Gründen nicht möglich) damit, 1600 Quadratmeter Rasen zu tauschen. Den Chancen auf ein Heimspiel für Sturm in Graz machte aber gleich der ÖFB einen Strich durch Rechnung. Der Verband beschloss, dass auch das Pokal-Halbfinale am Mittwoch in Klagenfurt steigen wird. Während in Graz Stadt und Stadionbetreiber schäumen, soll den Salzburgern das „Doppel“ in Klagenfurt übrigens sehr gelegen kommen.
„Wir bedauern sehr, dass wir in unserer Heimstätte in Graz aktuell keine Spiele austragen können. Nach der Besichtigung der Rasenverhältnisse verstehe ich die Bundesliga aber sehr gut. In Liebenau wäre die Verletzungsgefahr zurzeit leider sehr hoch und auch das Produkt Fußball würde unter dem schlechten Zustand des Rasens leiden. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Verantwortlichen in Kärnten für die Flexibilität und die Zusammenarbeit“, sagte Sturm-Sportdirektor Andreas Schicker geknickt.
Wann Sturm oder in weiterer Folge auch der GAK in der Zweiten Liga wieder in der Merkur Arena spielen dürfen, ist offen. Die Bundesliga zur Causa: „Sobald das Spielfeld wieder in einem bundesligatauglichen Zustand ist, wird der Senat 3 nach einer erneuten Kommissionierung über die Wiedererteilung der Stadionzulassung entscheiden.“
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