18.02.2021 09:53 |

Zahlen steigen weiter

1967 neue Corona-Fälle, aber Spitäler entlastet

Die Corona-Infektionszahlen steigen immer weiter und kratzen nun wieder an der 2000er-Marke: 1967 neue Fälle hat der Krisenstab am Donnerstag (Stand 9.30 Uhr) vermeldet. 22 Menschen starben im Vergleichszeitraum. Allerdings verzeichnen die Spitäler derzeit einen Auslastungsrückgang auf den Normal- (minus 32) und den Intensivstationen (minus 6). Die Zahl der täglichen Tests ist derzeit auf einem Rekordhoch von mehr als 274.000.

Dass die Zahlen nach den Öffnungsschritten Anfang des Monats wieder nach oben klettern würden, überrascht Gesundheitsminister Rudolf Anschober angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht: Ein Grund dafür sei die Ausbreitung der beiden ansteckenderen Mutationen des Coronavirus - „und da steuern wir entgegen“ -, der andere die massive Zunahme der Testungen. Die Menschen wollen wieder zum Friseur oder zu einem anderen sogenannten körpernahen Dienstleister gehen, und dafür brauchen sie nun einen negativen Corona-Test - das treibt die Testrate derzeit in lichte Höhen.

Durchschnittlich rund 250.000 Tests pro Tag
Derzeit stehe man bei durchschnittlich rund 250.000 Tests pro Tag, die Selbsttestungen an Schulen nicht mit eingerechnet. „Da finden wir natürlich mehr Fälle“, so Anschober. Das sei aber nichts Negatives, denn damit gelinge es, die Dunkelziffer zu reduzieren und „die Menschen aus dem Infektionszyklus herauszunehmen“. Über die „ziemlich einmalig hohe“ Testrate hatte sich Anschober bereits zuletzt erfreut gezeigt. Die Test-Offensive Österreichs hat zudem Vorbildwirkung im Ausland - insbesondere in Deutschland.

Die Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden teilen sich wie folgt auf die Bundesländer auf: 409 Neuinfizierte wurden aus Wien gemeldet, 382 aus Niederösterreich, 359 aus Oberösterreich und 357 aus der Steiermark. Kärnten verzeichnete 140 Neuinfektionen, Tirol 128, Salzburg 93, das Burgenland 55 und Vorarlberg 44.

Derzeit werden insgesamt 1307 Menschen aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus in österreichischen Spitälern behandelt, davon brauchen 258 Patienten intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen einer Coronavirus-Infektion starben, stieg innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 22. Mittlerweile gibt es damit insgesamt 8312 Todesfälle.

Warum die Zahlen auseinandergehen können
Der Krisenstab des Innenministeriums gibt einmal täglich die aktuellen Zahlen zur Corona-Lage in Österreich bekannt - diese finden Sie kompakt zusammengefasst im Text (oben). Das Gesundheitsministerium hingegen aktualisiert seine Daten laufend öffentlich - diese Werte können Sie detailliert den Grafiken (unten) entnehmen.

Alle aktuellen Top-Storys rund um das Thema „Coronavirus-Pandemie“ finden Sie gesammelt auf krone.at/coronavirus.

Ich habe Symptome - was soll ich jetzt tun?
Wer grippeähnliche Symptome verspürt oder Kontakt zu einem mit dem Coronavirus Infizierten hatte oder gehabt haben könnte, könnte selbst mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 infiziert sein. Hat man diesen Verdacht, gilt: Bitte suchen Sie nicht selbsttätig einen Arzt oder eine Spitalsambulanz auf, sondern rufen Sie unter der Nummer 1450 - der Gesundheitshotline - an und klären Sie dort weitere Schritte ab. Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger
Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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