16.02.2021 15:28 |

Neuer Channel „Star“

Teurer, aber oho: Disney+ fischt nach Erwachsenen

„Es wird viel mehr“: Disney will jetzt auch bei den Erwachsenen punkten und erweitert deshalb ab dem 23. Februar sein Angebot im Streamingdienst Disney+ um einen weiteren Spartenkanal. „Star“ heißt der neue Channel, der neben den bestehenden Bereichen zu Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic erstmals vor allem ein erwachsenes Publikum im Auge hat. Die können sich künftig - hinter einer zuverlässigen Alterssperre - auch mit Hit-Serien wie „The Walking Dead“ und „How I Met Your Mother“ sowie Kult-Filmen wie „Stirb Langsam“ oder „Pretty Woman“ versorgen. Aber auch einen Reigen an neuen Eigenproduktionen hat Disney+ in den kommenden Monaten am Start. Das schlägt sich aber auch auf die Abo-Preise nieder.

Der seit dem Start vor einem Jahr mittlerweile knapp 95 Millionen Abonnenten weltweit zählende Streamingdienst Disney+ hat alle Erwartungen des Unternehmens übertroffen. Der kalifornische Maus-Konzern hat sich deshalb umso ambitioniertere Ziele gesteckt, zu denen auch der neue Spartenkanal „Star“ sein Scherflein beitragen soll.

Inhalte ab 16 und 18 Jahren künftig auf „Star“
So sollen auf Star künftig auch Produktionen mit Altersfreigabe 16 und 18 Jahren zu sehen sein. Aus diesem Grunde müssen Abonnenten dem Zugang zum Kanal ab 23. Februar auch eigens zustimmen. Um den familienfreundlichen Charakter von Disney+ auch weiterhin zu gewährleisten, wurde eine dem Konzern zufolge „zuverlässige Inhaltssperre“ eingerichtet. Beim ersten Einstieg ab dem 23. Februar werden die Abonnenten - egal ob Bestands- oder Neukunde - zur Eingabe ihres Passworts aufgefordert und können sich als zusätzliche Absicherung ein Profil-PIN erstellen.

Wer dann schauen darf, findet im neuen Kanal künftig Serienklassiker wie „Bones“, „Family Guy“, „How I Met Your Mother“, „Lost“, „Grey‘s Anatomy“ oder „The Walking Dead“. „The Simpsons“ gab es zwar schon bislang im Programm von Disney+, die Kultserie wandert aber nun in den „Star“-Channel, wo zahlreiche frühere Fox-Produktionen ihre neue Streamingheimat bekommen. Ebenso wie Spielfilme, deren Spektrum sich von „Pretty Woman“ über „Stirb langsam“ bis zu „Planet der Affen“ erstreckt. Wer auch nicht fehlen darf, ist der wenig Disney-gerechte Marvel-Mutant „Deadpool“, in zwei Blockbustern von Hollywood-Star Ryan Reynolds verkörpert.

Disney+ setzt vermehrt auf Eigenproduktionen
Rund 55 neue Serien und etwa 270 Filme hat man im Talon, 50 Erstausstrahlungen oder Staffelpremieren sind bis Jahresende geplant. Insgesamt hat Disney+ verteilt auf sämtliche Kanäle heuer mehr als 1100 Filme und über 280 Serien mit rund 13.000 Episoden im Angebot.
Nicht zuletzt setzt Disney+ neben bestehenden Inhalten für Erwachsene aber auch vermehrt auf Eigenproduktionen. Bereits beim Start kommende Woche geht es mit der Animationsserie „Solar Opposites“, „Helstrom“ aus dem Marvel-Universum, dem Coming-of-Age-Schmeichler „Love, Victor“ und der Ermittlungsserie „Big Sky“ (siehe auch Trailer unten) mit Vollgas los.

Hinzu kommen als Schmankerln eigene Produktionen für den deutschsprachigen Markt. Bereits fixiert sind hier das Projekt „Sam. Ein Sachse“ über den ersten schwarzen Polizisten der DDR, Samule Meffire.Die Serie zeigt, wie Meffire während der frühen 90er-Jahre zu einer Mediensensation und in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung das Symbol von Vielfalt in der modernen Gesellschaft wurde. Doch nur wenige Jahre später landete er als Staatsfeind selbst hinter Gittern. Hinter der spannenden Produktion steht mit dem Emmy-gekrönten Jörg Winger einer der Macher des Erfolgsformats „Deutschland 83“.

Weiteres Eigenproduktions-Highlight ist mit Sicherheit die rabenschwarze Komödie „Sultan City“ über die Mutter einer türkischstämmigen Großfamilie in Berlin, die mehr aus Zufall zum Kopf der Unterwelt aufsteigt.

Preis erhöht sich um 2 Euro pro Monat
Der Strauß an neuen Inhalten wirkt sich langfristig aber auch aufs Geldbörsel aus: Disney erhöht auch die Preise von derzeit 6,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro im Jahresabo auf 8,99 Euro respektive 89,90 Euro. Kleiner Wermutstropfen: Für Bestandskunden bleiben die alten Preise noch für ein halbes Jahr bestehen, wenn das Abo vor dem 23. Februar abgeschlossen wurde.

Harald Dragan
Harald Dragan
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