Für seine Landschaftsbilder oder Aktzeichnungen ist der 2014 verstorbene Linzer Maler und Grafiker Peter Kubovsky bekannt - das Schlossmuseum zeigt nun aber eine ganz andere Seite des Künstlers. Seine Linolschnitte aus den 1960er-Jahren offenbaren einen intimen Blick auf die Facetten des weiblichen Körpers.
Eine bildfüllende Eisläuferin, die sich verrenkt, um dem sie betrachtenden Voyeur einen stechenden Blick zuzuwerfen. Eine gesichtslose Dame beim Anlegen des Strumpfbands. Eine junge Frau, die schmerzenden Stöckelschuhe von sich geworfen - Peter Kubovsky schuf Ende der 60er-Jahre eine Serie von Linolschnitten, in denen er Frauen mal erotisch, mal in alltäglichen Szenen, mal als kubistisch aufgelöste Figuren zeigt. Sogar ein Hauch von Pop-Art ist zu spüren.
Ausstellung im Schlossmuseum
Diese ganz besonderen Werke sind unter dem Ausstellungstitel „Das geschnittene Frauenbild“ ab sofort im Schlossmuseum zu besichtigen. Kubovskys Witwe Margit Palme leiht dem Museum die Arbeiten aus ihrem Besitz und war von Anfang an eingebunden: „Ich dachte mir, es ist schade, dass diese Werke immer in einer Schublade liegen. Die Ausstellung war mir daher ein großes Anliegen.“
60 Linolschnitte
Kuratorin Gabriele Spindler hat die aussagekräftigsten rund 60 Linolschnitte ausgewählt und sie so gehängt, dass klar zu sehen ist, wie der Künstler seine Motive farblich oder stilistisch weiterentwickelt hat: „Es ist eine spezielle Werkserie, die wir hier zeigen. Sie entstand damals für eine Ausstellung, danach war sie 50 Jahre nicht zu sehen.“
Wir fanden es interessant, einen bekannten Künstler wie Kubovsky einmal von einer anderen Seite kennenzulernen.
Kuratorin Gabriele Spindler
Neu zu entdecken
Auch wer meint, den oberösterreichischen Künstler, der jahrzehntelang an der heutigen Kunstuni unterrichtet hatte, zu kennen, dürfte hier also noch manch Neues entdecken können
Eine Publikation begleitet die Ausstellung, die bis zum 28. März geöffnet ist.
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