07.01.2021 09:41 |

CES 2021

Samsung setzt bei TVs auf Micro-LED und Neo-QLED

Samsung hat im Vorfeld der erstmals rein virtuell ausgetragenen Elektronikmesse CES sein neues TV-Produktportfolio vorgestellt. Am Mittwochabend präsentierten die Südkoreaner ihre neuen Micro-LED- und, ganz neu, Neo-QLED-Modelle, die nebst noch schlankerer Bauweise unter anderem bessere Kontrastwerte versprechen.

Basis der neuen Display-Technologie, die vorerst den Flaggschiff-Modellen mit 8K (QN900A) und 4K (QN90A) vorbehalten ist, bilden die sogenannten Quantum-Mini-LEDs. Sie sind laut Samsung etwa 40 Mal flacher als herkömmliche LEDs und anstelle einer Linse zur Lichtstreuung und eines Gehäuses zur Fixierung mit hauchdünnen Mikroschichten überzogen, die mit einer hohen Anzahl an LEDs gefüllt sind. Neben einer präziseren Ansteuerung der dicht aneinander liegenden LEDs, wodurch ein Überstrahlen verhindert werden soll, verspricht der Hersteller bessere Kontrastwerte sowie - dank Neo-Bildprozessor - Upscaling-Fähigkeiten auf eben 4K oder 8K.

Der Neo QLED 8K verfügt außerdem über mehrere raumfüllende Audiofunktionen: Der dynamische Klang von „Object Tracking Sound“ (OTS) Pro entspricht den Bewegungen von Objekten auf dem Bildschirm, während „SpaceFit Sound“ die physische Umgebung rund um den TV analysieren und den Klang speziell auf die akustischen Gegebenheiten des Raumes zuschneiden können soll. Zu den weiteren Features zählen ein Ultrawide-GameView-Modus, der es Spielern erlaubt, im extra breiten 32:9-Format zu zocken, eine „Game Bar“, mit der Gamer wichtige Informationen dauerhaft im Blick behalten und flexibel anpassen können sollen, sowie FreeSync Premium Pro zur flüssigen Spielwiedergabe. Mit der Unterstützung von Googles Videotelefoniedienst Duo sowie der Möglichkeit, den eigenen PC anzuschließen, wollen die neuen Samsung-TVs hingegen auch Ansprüchen im Home-Office gerecht werden.

Micro-LEDs sollen OLED-Geräten Konkurrenz machen
Neben seinen neuen Neo-QLED-Modellen setzen die Südkoreaner auch weiterhin auf Fernseher mit mikrometergroßen LEDs, kurz Micro-LED. Diese sind selbstleuchtend, bedürfen also keiner Hintergrundbeleuchtung, und sollen dadurch „nahezu naturgetreue Farben und Helligkeitswerte“ ermöglichen. Nach Bildschirmdiagonalen von 110 und 99 Zoll sollen die Geräte mit ihren laut Samsung 24 Millionen einzeln angesteuerten LEDs „bis Ende des Jahres“ auch in kleineren Größen erhältlich sein - inwieweit die Geräte damit auch erschwinglicher werden, bleibt abzuwarten. Die 110-Zoll-Variante ist am Heimatmarkt für Südkorea für umgerechnet rund 89.000 Euro erhältlich. Offizielle Euro-Preise nannte Samsung bei der Vorstellung seines Produktportfolios am Mittwoch nicht. Ebenfalls offen ist, wann die Geräte hierzulande erhältlich sein sollen.

Vorteil der besonders großen Displays: Nutzer sollen bis zu vier verschiedene Inhalte gleichzeitig sehen können. Zudem lassen sich mehrere externe Geräte anschließen, um beispielsweise mehrere Fußballspiele simultan zu verfolgen, während parallel ein Videospiel gespielt wird.

„The Frame“ wird flacher
Neuerungen gibt es zu guter Letzt auch beim Bilderrahmen-Fernseher „The Frame“. Die neuen Modelle sollen demnach 46 Prozent flacher als ihre Vorgänger sein und dadurch noch stärker der Tiefe eines klassischen Bilderrahmens entsprechen.

Fernbedienung wird solarbetrieben
Löblich: 2021 sollen alle TVs von Samsung mit einer solarbetriebenen Fernbedienung ausgeliefert werden, die sich durch Sonneneinstrahlung, künstliches Licht oder eine USB-Quelle aufladen lässt. Der Konzern will damit dazu beitragen, binnen sieben Jahren mehr als 99 Millionen AAA-Batterien einzusparen.

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