Kurswechsel in Peking

China erlaubt erstmals Import von Nvidias KI-Chips

Digital
28.01.2026 07:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

China hat Insidern zufolge erstmals den Import von KI-Chips des Typs H200 des US-Konzerns Nvidia genehmigt. Die Genehmigung sei während des Besuchs von Nvidia-Chef Jensen Huang in dieser Woche erteilt worden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch Reuters. 

Der Schritt markiert eine Wende in der Haltung Pekings. Die Regierung versucht, ihren Bedarf an fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz (KI) mit der Förderung heimischer Technologieentwickler in Einklang zu bringen.

Die Freigabe umfasse mehrere Hunderttausend H200-Chips. Die erste Charge sei vor allem drei großen chinesischen Internetkonzernen zugeteilt worden, hieß es weiter. Andere Unternehmen stünden für nachfolgende Genehmigungen bereits in der Warteschlange. Stellungnahmen der chinesischen Ministerien für Industrie und Handel sowie von Nvidia lagen zunächst nicht vor.

Hintergrund ist die Dominanz von Nvidia auf dem Markt für KI-Chips. Große Technologiekonzerne wie Microsoft, Google und Amazon entwickeln zwar eigene Chips, um ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern. So stellte Microsoft erst am Montag seinen neuen KI-Chip „Maia 200“ vor. Bisher kann jedoch kein Konkurrent Nvidia bei der Leistungsfähigkeit der Chips und der dazugehörigen Software-Plattform Cuda das Wasser reichen.

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