13.12.2020 18:37 |

„Stolz darauf“

Österreich feiert 65 Jahre UNO-Mitgliedschaft

Österreich feiert den 65. Jahrestag seiner Aufnahme in die Vereinten Nationen. Am Montag erstrahlt deswegen das Außenministerium in Wien im charakteristischen Blauton der UNO-Fahne. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) gibt aus diesem Anlass ein klares Bekenntnis zur Weltorganisation ab, die einen ihren Sitze in Wien hat. Die Corona-Pandemie „hat uns in Erinnerung gerufen, wie unentbehrlich eine globale Organisation wie die UNO ist“, so Schallenberg.

„Gäbe es die Vereinten Nationen nicht, müssten wir sie - schon aus Eigeninteresse - erfinden. Die UNO bleibt das Herz des effektiven Multilateralismus“, unterstrich der Außenminister am Sonntag. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass kein Staat die globalen Herausforderungen wie etwa auch den Klimawandel alleine besiegen könne. „Das können wir nur gemeinsam. Als Vereinte Nationen.“

„Österreich ist stolz darauf, Amtssitz der UNO zu sein“
Österreich sei „stolz darauf, Amtssitz der UNO zu sein und seit sechs Jahrzehnten unseren Beitrag zu den friedenserhaltenden Missionen zu leisten“. Zugleich erinnerte er an die historische Bedeutung des UNO-Beitritts am 14. Dezember 1955. „Staatsvertrag und Neutralität brachten unserem Land die Freiheit. Die Aufnahme in die UNO besiegelte Österreichs langersehnte Wiedereingliederung in die internationale Staatengemeinschaft.“

Österreich wurde gemeinsam mit den heutigen EU-Staaten Bulgarien, Finnland, Ungarn, Irland, Italien, Portugal, Rumänien und Spanien sowie Albanien, Kambodscha, Jordanien, Laos, Libyen, Nepal und Sri Lanka in die Weltgemeinschaft aufgenommen. Die Fahnen dieser „Class of 55“ werden zum Jahrestag an der Fassade des Außenministeriums angebracht.

Von 1972 bis 1981 war mit Kurt Waldheim ein Österreicher für zwei Amtszeiten Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Seit 1960 haben 100.000 Soldaten an UNO-Missionen teilgenommen
Schallenberg wies darauf hin, dass Österreich seit dem Jahr 1960 mit rund 100.000 Soldaten und zivilen Helfern an mehr als 100 internationalen Missionen teilgenommen hat. Heute sei Österreich an UNO-Missionen im Libanon, in Mali, auf Zypern, in der Westsahara und im Nahen Osten beteiligt.

Viele Meilensteine
Als weitere Meilensteine der österreichischen UNO-Mitgliedschaft hob er die UNO-Menschenrechtskonferenz in Wien im Jahr 1993 hervor, die dreimalige Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat (die vierte wird für die Jahre 2027/28 angestrebt) und die derzeitige zweite Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat, dessen Präsidentin Österreich heuer stelle.

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