Der Streit um den Ausbau der Betreuungsstätte in Pernitz, Bezirk Wiener Neustadt, geht nun in die nächste Runde. Die FPÖ beschuldigt den amtierenden ÖVP-Bürgermeister, einen Beschluss nicht umgesetzt zu haben.
Wieder Aufregung in Pernitz! Kurz zur Vorgeschichte: Die Bauleitung- und Bauaufsicht für den Kindergartenzubau erhielt damals, wie berichtet, die Firma eines ÖVP-Parteikollegen des Bürgermeisters – aber erst, nachdem er sein Angebot nachbesserte. Die FPÖ erwirkte daraufhin eine Neuausschreibung. Und tatsächlich erhielt im Herbst eine neue Firma den Zuschlag für die Bauaufsicht.
Jetzt folgt prompt die nächste Aufregung: Für den Fall, dass sich die „alte“ und die „neue“ Baufirma nicht einig werde, sollte laut Beschluss ein gerichtlich zertifizierter Sachverständiger hinzugezogen werden.
„Ortskaiser Postiasi setzte den gültigen Gemeinderatsbeschluss jedoch nicht um, die Rechnungen für die Baufirmen wurden bis dato nicht bezahlt und bleiben liegen“, so FPÖ-Bezirksobmann Peter Schmiedlechner.
Auch ein ÖVP-Bürgermeister hat sich an die Beschlüsse des Gemeinderates zu halten – wir behalten uns weitere rechtliche Schritte vor.

Peter Schmiedlechner, FPÖ Bezirksobmann Wiener Neustadt
Bild: Thomas Topf
Und auch Stefan Felsleitner von der FPÖ Pernitz schimpft: „Das hätte alles schon im Oktober passieren sollen“.
Einigung mit beiden Firmen bereits hergestellt – ohne Mehrkosten
ÖVP-Bürgermeister Hubert Postiasi ärgert sich über die Vorwürfe: „Die Priorität war, dass man die Bauaufsicht schnell und geregelt übergibt, damit der Kindergartenbau nicht in Verzug gerät“, so der Ortschef. „Einen Sachverständigen können wir gar nicht hinzuziehen, weil dieser nicht budgetiert wurde“, verweist er auch darauf, dass man sich sowieso mit den beiden Unternehmen geeinigt habe und nicht wolle, dass noch mehr Kosten entstehen.
Arbeiten wollen sie nicht, nur andere anpatzen. Die FPÖ-Mitglieder sind alle neu im Gemeinderat und haben sich noch nie um die Gemeinde gekümmert.

ÖVP-Bürgermeister Hubert Postiasi
Bild: ÖVP Pernitz
Die FPÖ verbreite hier nur Unwahrheiten. „Wir sind laufend auf der Baustelle, wo alles reibungslos abläuft und wovon die FPÖ überhaupt keine Ahnung hat“, erklärt er weiter. „Wir kümmern uns um alles, es entsteht für niemanden ein Schaden“, so Postiasi.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.