11.12.2020 11:11 |

Emotionales Video

Oxonitsch (SPÖ) spricht über Corona-Tod der Mutter

Kurz vor Weihnachten muss der Wiener SPÖ-Gemeinderat Christian Oxonitsch einen tragischen Verlust verkraften: Wie er am Donnerstag auf Facebook mit emotionalen Worten bekannt gab, sei seine Mutter an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. In dem Video wandte sich der ehemalige Wiener SPÖ-Klubchef an die Öffentlichkeit und appellierte eindringlich, sich nicht nur an die Corona-Maßnahmen zu halten, sondern sich auch testen zu lassen.

„Vor wenigen Stunden ist meine Mutter an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Und sie ist damit mittlerweile eine von über 4000 Toten alleine in Österreich, die an diesem Virus verstorben sind“, machte Oxonitsch den Tod seiner Mutter öffentlich.

Sie sei zwar „schon 85“ gewesen und habe „schon schlecht gehört und ist auch schon schlecht gegangen, aber darüber hinaus war sie nicht die klassische Risikogruppe mit vielen Vorerkrankungen“, so der Stadtpolitiker, der sichtlich mit seinen Gefühlen kämpfte.

Natürlich sei es sei immer schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren, räumte Oxonitsch ein. Besonders hart sei es jedoch in einer Zeit, „wo man nicht die Möglichkeit hat, sie noch mal zu besuchen, noch mal die Hand zu halten, und keine Möglichkeit hat, vielleicht das eine oder andere auch noch zu besprechen“, zeigte er sich betroffen.

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Wir können etwas tun - indem wir uns an diese ganz einfachen Regeln halten, die wir alle schon hundertmal gehört haben. Und indem wir sie auch ernst nehmen.

Christian Oxonitsch

Umso mehr gelte sein Dank in der Zeit der Pandemie dem Personal in den Gesundheitseinrichtungen des Landes, das „hingebungsvolle und engagierte Arbeit“ leiste. Viel Unterstützung könne man den Menschen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen nicht geben, aber: „Wir können es tun - indem wir uns an diese ganz einfachen Regeln halten, die wir alle schon hundertmal gehört haben. Und indem wir sie auch ernst nehmen.“

Eindringlicher Appell, sich testen zu lassen
Neben Abstand halten und Maske tragen sei jetzt auch die Möglichkeit dazugekommen, testen zu gehen, appellierte Oxonitsch. „Wir können damit verhindern, dass wir vielleicht den einen oder anderen anstecken, und das kann jeder Einzelne tun. Jetzt, sofort, morgen, in den nächsten Tagen. Und wir sollten es tun, unsere Liebsten sollten uns das wert sein! Alle gemeinsam, dann schaffen wir dieses blöde Virus - und nicht es uns!“

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