26.11.2020 15:57 |

Vierte Woche in Folge

Corona-Ampel: Rote Welle in Österreich geht weiter

In Österreich nichts Neues: Zum vierten Mal in Folge ist die Corona-Kommission in ihrer Sitzung am Donnerstagnachmittag zur Einschätzung gekommen, dass das Infektionsrisiko in ganz Österreich sehr groß ist. Es bleiben daher alle österreichischen Bezirke in der Corona-Ampel auf Rot gestellt. Das Warten auf Grün wird also noch dauern. 

Die aktuelle Ampelschaltung wurde wie gewohnt auf corona-ampel.gv.at veröffentlicht. Erfreuliche Nachrichten gibt es zumindest aus Wien, wo mittlerweile wieder 40 Prozent aller Infektionsfälle zurückverfolgt werden können. Damit liegt man mit Ausnahme von Salzburg weit vor allen anderen Bundesländern.

Fallzahlen weit über 50 pro 100.000 Einwohner
Die Rotschaltung darf nicht besonders verwundern. Wenige Wochen ist es her, als im Westen des Landes Entsetzen herrschte, weil Deutschland ab 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern eine Reisewarnung aussprach. Schaut man nun auf die Zahlen von Mittwoch vergangener bis Dienstag dieser Woche, kommt Gänserndorf als aktuell bester Bezirk noch immer auf einen Wert von 146. Unter 200 sind sonst nur Horn, Korneuburg, Mistelbach, Mödling und Tulln - also ausnahmslos Bezirke in Niederösterreich. Zwei Bezirke rangieren über 1000, Eferding in Oberösterreich (1013) und in Kärnten Völkermarkt (1010).

Was die Bundesländer angeht, hat Wien mit 283 Infizierten pro 100.000 Einwohnern vor Niederösterreich (rund 309) und dem Burgenland (knapp 320) die besten Werte. Am anderen Ende der Skala ist Salzburg (605), gefolgt von Oberösterreich (560). Österreich gesamt lag bei 413. Immerhin ist damit die Fallinzidenz ein weiteres Mal gesunken. Die Woche davor lag sie noch bei 458.

Fortschritte beim Contact Tracing
Fortschritte erzielt man vor allem in Wien beim Contact Tracing. Den ohnehin im Österreich-Vergleich ganz guten Wert von 31 Prozent in der Vorwoche konnte man in der Bundeshauptstadt weiter auf 40 Prozent steigern. Salzburg bleibt mit 32 Prozent bei rund einem Drittel. Deutlich schlechter schaut es in den meisten anderen Bundesländern aus. So weiß man in Oberösterreich und der Steiermark nur in elf Prozent der Fälle, wo sich der Betroffene angesteckt hat. Der Österreich-Schnitt ist mit 19 Prozent auch bedenklich niedrig. Die AGES hatte in der Vorwoche freilich gemeint, dass das Finden der Infektionsquelle oft länger dauere, der Wert vom Dienstag also jeweils noch steigen werde.

Warum die Zahlen auseinandergehen können
Der Krisenstab des Innenministeriums gibt einmal täglich die aktuellen Zahlen zur Corona-Lage in Österreich bekannt - diese finden Sie kompakt zusammengefasst im Text (oben). Das Gesundheitsministerium hingegen aktualisiert seine Daten laufend öffentlich - diese Werte können Sie detailliert den Grafiken (unten) entnehmen.

Prozentsatz der positiven Tests österreichweit gefallen
Ein guter Indikator für das Infektionsgeschehen ist auch die Zahl der positiven Ergebnisse im Verhältnis zur Gesamtzahl der durchgeführten Tests. Die Zahl sank österreichweit von 22 auf 18 Prozent. In Oberösterreich mit 32,5 Prozent und Kärnten mit fast 30 Prozent ist der Wert aber noch immer sehr hoch. Zum Vergleich: In Wien sind bloß elf Prozent der Getesteten positiv.

Alle aktuellen Top-Storys rund um das Thema „Coronavirus-Pandemie“ finden Sie gesammelt auf krone.at/coronavirus.

Ich habe Symptome - was soll ich jetzt tun?
Wer grippeähnliche Symptome verspürt oder Kontakt zu einem mit dem Coronavirus Infizierten hatte oder gehabt haben könnte, könnte selbst mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 infiziert sein. Hat man diesen Verdacht, gilt: Bitte suchen Sie nicht selbsttätig einen Arzt oder eine Spitalsambulanz auf, sondern rufen Sie unter der Nummer 1450 - der Gesundheitshotline - an und klären Sie dort weitere Schritte ab. Diese Nummer ist rund um die Uhr erreichbar.

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