Ein langes Zittern hat für Lukas Haberl und Clara Stamminger ein Ende: Das Duo erhielt von World Sailing die vollständige Startberechtigung für den Österreichischen Segelverband. Zuvor hatte Anfang Juli der französische Verband die Freigabe für den von der Vorschoterin vor eineinhalb Jahren angesuchten Nationenwechsel erteilt. Stamminger war bis 2024 für Frankreich angetreten. Die beiden sitzen seit Jänner 2025 im Boot, durften auf EM- oder WM-Ebene aber nicht starten.
„Dieses lange Prozedere beherrschte meine Gedanken, vor allem vor den Welt- und Europameisterschaften, sehr stark. Endlich ist diese Belastung weg. Das tut richtig gut. Wir haben nun die Möglichkeit, uns vollkommen auf das Segeln zu konzentrieren“, sagte die 23-Jährige. Trotz aller Herausforderungen hat das Nacra-17-Duo sein großes Ziel, die Qualifikation für die Olympischen Spiele Los Angeles 2028, nie aus den Augen verloren. „Es gibt immer zwei Wege zum Erfolg: einen einfachen und einen schwierigeren – und wir mussten in den vergangenen eineinhalb Jahren eben den schwierigeren nehmen. Aber das hat nun ein Ende und wir freuen uns auf die kommenden Challenges am Wasser.“
Haberl/Stamminger schlossen zuletzt einen rund sechswöchigen Trainingsblock im Revier der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ab. Am Montag erfolgte die Rückkehr nach Europa. Stamminger wurde in Paris, im Heimatland ihrer Mutter, geboren, lebte aber auch viele Jahre in Portugal, der Heimat ihres Vaters. 2022 erhielt sie auch die österreichische Staatsbürgerschaft, da ihre Mutter österreichische Wurzeln hat.
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