Gemeinde überrascht

Judenburger Gefängnis wird geschlossen

Steiermark
29.10.2010 14:55
Im Zuge der Sparmaßnahmen der Regierung soll das Gefängnis im obersteirischen Judenburg geschlossen werden. Durch das Zusperren der Außenstelle der Justizanstalt Leoben würden laut Justizministerium jährlich 100.000 Euro Miete eingespart werden. Bei der Stadtgemeinde Judenburg zeigt man sich überrascht: "Wir hören das zum ersten Mal", heißt es aus dem Rathaus.

Das Grundstück, auf dem das Gefängnis steht, solle verkauft werden. Die Außenstelle beherbergt derzeit 42 Haftplätze, die nun in die Justizanstalt Leoben verlegt werden sollen. Die angegebenen Einsparungen begründete eine Sprecherin des Justizministeriums mit dem Wegfall von Miet-, Betriebs- und weiteren Kosten.

KPÖ: Zukunft des Bezirksgerichts unklar
Kritik an der Schließung des Judenburger Gefängnisses kam von der steirischen KPÖ. Die Judenburger Gemeinderätin Christine Erschbaumer machte auch auf den Umstand aufmerksam, dass Justizwachebeamte nun zwischen Judenburg und Leoben pendeln müssten. Laut den Kommunisten soll auch die Zukunft des örtlichen Bezirksgerichts unklar sein.

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