In 1.900 m Seehöhe

Wanderin übersteht auf der Rax eiskalte Nacht im Freien

Steiermark
29.10.2010 13:15
Jene Wanderin, die auf der Rax im Bezirk Mürzzuschlag vermisst wurde, ist im Zuge einer großen Suchaktion am Freitagvormittag gefunden worden. Die Obersteirerin wurde von einem Hubschrauber aus entdeckt. Die 61-Jährige hatte sich verletzt und musste die Nacht über bei niedrigen Temperaturen auf einem in rund 1.900 Metern Seehöhe gelegenen Plateau ausharren. Als die Frau gefunden wurde, war sie bereits unterkühlt.

Der Bruder der Frau aus Kapellen hatte am Donnerstag gegen 18.45 Uhr bei der Exekutive Alarm geschlagen. Seine Schwester sei von einer Wanderung nicht wie vereinbart um 16 Uhr zurückgekehrt. Sofort wurde die Suchaktion nach der Obersteirerin eingeleitet, an der zwei Sektorstreifen, der Hubschrauber "Libelle Wien", 20 Mann der Bergrettungsstellen Mürzzuschlag und Reichenau/Rax sowie drei Beamte der Alpinpolizei Mürzzuschlag beteiligt waren.

In der Nacht auf Freitag wurde die Suche wegen der winterlichen Witterung um 1 Uhr früh abgebrochen und dann am Freitag um 7 Uhr morgens wieder aufgenommen. Um 10.50 Uhr wurde die Abgängige schließlich vom Hubschrauber aus im Bereich des Predigtstuhls entdeckt.

Durch Bewegung warm gehalten
Laut dem Einsatzleiter der Alpinpolizei hatte sich die Frau im verschneiten alpinen Gelände leicht am Fuß verletzt und war dann wegen der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr weitergekommen. Sie harrte die eiskalte Nacht über auf dem Plateau aus und hielt sich durch Bewegung warm. Die Obersteirerin wurde per Heli geborgen und ins Spital nach Wiener Neustadt geflogen.

Symbolbild

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