"Dieses Werkzeug ist deshalb eine Sensation, weil es das sehr selten aus dieser Zeit gibt", erklärte der Forscher am Mittwoch die Bedeutung des Fundes. Die etwa zehn Zentimeter große Klinge besteht aus Radiolarit, einem feuersteinähnlichen Material.
Die Entdeckung des Artefakts liegt bereits zwanzig Jahre zurück. Ein privater Sammler war damals in der Höhle darauf gestoßen und hatte es bis jetzt bei sich aufbewahrt. "Als er von den Grabungsarbeiten erfahren hatte, stellte er es dem Forschungsteam samt Skizze des Fundorts zur Verfügung", erzählte Rabeder.
Erste Grabungen 1955
Die ersten Grabungen in der rund zwei Kilometer langen Höhle wurden 1955 durchgeführt. "Gefunden wurde damals aber nichts", so Rabeder. Ein großes Problem für die Forscher stellen nämlich Hobbygräber dar: "In der Labyrinth-ähnlichen Höhle gibt es so gut wie keine Bereiche, die nicht umgegraben wurden", erklärte der Höhlenforscher, der darauf hinwies, dass es illegal sei, in unter Denkmalschutz stehenden Höhlen privat zu graben. "Im Unterschied zu den privaten Gräbern sind wir wesentlich genauer und graben tiefer."
Auch die Bürgermeisterin der obersteirischen Gemeinde, Karin Gulas, sah in den illegalen Grabungen ein Problem: "Wenn Private weiterhin graben, wird man sich Maßnahmen überlegen müssen." Das Versperren der Höhle nannte die Gemeindevertreterin als eine Möglichkeit. Da noch weitere Funde zu erwarten seien, setze man die Arbeit fort, erklärte Rabeder. Der Fund jedenfalls solle nach Wildalpen zurückkehren, um ihn im örtlichen Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sind sich die Bürgermeisterin und der Wissenschafter einig.









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