Der Grazer Diözesanbischof ist ein Arbeitstier. Dieses Buch ist eine Zusammenfassung von "Gesprächen", die er in den vergangenen drei Jahren ganz allein abends geschrieben hat. So ist das also, wenn Kapellari ein bissl nachdenkt.
450 Seiten also, unterteilt in die großen Bögen "Gott", "Mensch", "Gesellschaft" und "Kirche". Wunderbare Bilder alter Meister ergänzen seine "Gespräche" mit sich, und wir tauchen ein in eine Welt, die sich mit den spannendsten Fragen unseres Daseins auseinandersetzt.
Aber lassen wir Kapellari selbst zu Wort kommen: "Als Christin und Christ in der Welt von heute zu leben heißt, sich stets um die Balance zwischen 'in', 'gegen' und 'über die Welt hinaus' zu bemühen." Soll heißen: In der Welt, wo Solidarität es fordert. Gegen die Welt, wo christliche Überzeugung es verlangt, sich anders zu verhalten. Und auch über die Welt hinaus in der Sehnsucht nach Gott.
Egon Kapellari möge es mir verzeihen: Für mich ist dieses Werk ein wunderbares "Nachtkastlbuch". Es tut gut, abends vor dem Einschlafen zwei, drei Kapitel zu lesen und dann darüber nachzudenken. Gut fürs Hirn, gut fürs Herz.
von Christoph Biró, "Steirerkrone"








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