06.11.2020 19:00 |

Bis zu 20.000 Autos:

Umfahrung Oetz einzige Chance gegen Verkehrsplage

Das Ötztal lebt vom Tourismus, doch die Oetzer sind nicht mehr gewillt, mit der Verkehrslast zu leben. Für sie ist eine Ortsumfahrung „alternativlos“. Die Gemeindeführung möchte sich im ersten Schritt Rückenwind im Landhaus holen. Parallel dazu versucht man, den Verkehr mit kurzfristigen Maßnahmen einzudämmen.

Bis zu 20.000 Kraftfahrzeuge müssen die Oetzer an starken Wintersamstagen im Ort ertragen. Und die Prognosen von Verkehrsplaner Helmut Köll geben keine Entwarnung, im Gegenteil: „Wir haben in Oetz einen Anstieg der Verkehrsfrequenz bis 2035 um 32 Prozent errechnet.“ Für BM Hansjörg Falkner ist die sukzessive Zunahme des Verkehrs keine Neuigkeit. Auch nicht für seine Kollegen im gesamten Tal. Gemeinsam mit den Touristikern wurde deshalb vor einem Jahr die „Mobilitätsstrategie Ötztal 2030“ ins Leben gerufen. Gleich an mehreren verkehrsentlastenden Schrauben soll gedreht werden.

Umfahrung alternativlos
Aber wie man es dreht und wendet: Für die Oetzer Bevölkerung sei eine Umfahrung alternativlos. „Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates steht schon“, lässt Falkner in der Pressekonferenz am Donnerstag wissen. Aber auch bei den heimischen Touristikern gab‘s ein Umdenken. Wirt Roland Haslwanter: „Wir haben unsere Meinung geändert und sind nun dafür.“ Ein Grund für den Meinungsschwenk ist die Absicht, als Begleitmaßnahme das Dorfzentrum neu zu gestalten. Falkner: „Wir könnten uns eine Begegnungszone wie in Telfs vorstellen.“ Man stehe allerdings komplett am Anfang des Jahrzehnteprojektes und suche nun das Gespräch mit dem Land. Bis dorthin möchte man mit kurzfristigen Maßnahmen Linderung erreichen. Andreas Knapp von der GemNova: „Wir möchten etwa den Öffi-Takt optimieren, E-Mobilität und die Autofreie Anreise für Urlauber forcieren.“

Hubert Daum
Hubert Daum
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