"Hulk", "Ötzi" & Co.

KSV vs. Sturm: "Derby der Spitznamen"

Steiermark
21.10.2010 10:47
Am Samstag gibt es beim Derby zwischen Kapfenberg und Sturm auf dem Rasen sicher keine Gnade - zwei Tage vor dem Anpfiff ist aber noch Zeit für etwas Spaß. Daher blickte die "Steirerkrone" hinter die Kulissen und bat - natürlich auch mit Augenzwinkern - vorher zum "Derby der Spitznamen".

"Schneckerl", "Schoko", "Goleador", "Granaten-Fredl" und "Eisenfuß" - früher waren Spitznamen im österreichischen Fußball an der Tagesordnung. In den letzten Jahren ist's diesbezüglich still geworden. Am letzten Samstag hat allerdings Kapfenbergs Umut Kocin mit einem Freistoß-Hammer zum 1:0 in Salzburg nicht nur beste Derby-Werbung gemacht - dank seines "linken Puffers" erhielt er vom diesbezüglich sehr kreativen Trainer Werner Gregoritsch auch gleich einen neuen Künstlernamen: "Buffalo Bill"!

Grund genug, bei den "Schmähbrüdern" der Klubs nachzufragen, was sonst noch "Gagiges" auf Lager ist. Mario Kienzl ist nicht nur Sturms Kapitän, sondern auch die Stimmungskanone: "Der Andi Hölzl heißt bei uns nur Ötzi", grinst er, "aber nicht, weil er wie ein Skelett ausschaut, sondern Hötzi klingt halt wie Ötzi. Und beide kommen aus Tirol." Sein erfinderischer Partner Ferdl Feldhofer, den manche nach einer Ballonfahrer-Taufe auch "Graf" nennen, ist für Kienzl nur "Rio": "Er spielt ja auch fast wie der Rio Ferdinand!" Feldhofers Konter: "Der Kienzi ist bei uns der 'Horsti'". Am Tennisplatz im Camp in Belek sieht er fast aus wie der Skoff."

Bangen um "Harry"
Seit Mittwoch bangen "Rio und Horsti" aber um ihren "Harry" vom linken Flügel, der in der Kabine nach dem Hoppala eines Stadionsprechers auch "Buvka" genannt wird: Haris Bukva hat Leistenprobleme, musste im Training passen. Die Chance für "Clemens" oder "Fifty", wie Klemm und Kainz heißen. Muskelberg Silvije Cavlina ist für alle "der Hulk" - und er hat bei den "Falken" ein Äquivalent: Auch Kapfenbergs Ralph Spirk trägt den Namen des grünen Comic-Heroen. Zu Recht, wie David Sencar schmerzhaft feststellen musste. Nach dem Trainingscrash mit dem "Eisernen" fiel "Esperno" in Salzburg aus - auch fürs Derby ist sein Knie sehr fraglich.

Dass in Kapfenberg im Training nicht zurückgezogen wird, übernahm Raphael Wolf bereits beim Amtsantritt: Seit er Max Scharrer vernichtet hat, ist er nur noch der "böse Wolf". Zum Glück ist "Speedy Gonzales" Felfernig auskuriert - und auch der "Betriebsrat" hat die Darmgrippe übertaucht: Milan Fukal ist ja der einzige der Falken, der es wagt, Werner Gregoritsch Anliegen der Spieler vorzutragen: "Unser Trainer heißt bei uns nicht umsonst 'Werner Beinhart'", grinst "Mucki" Wieger.

Stadion in der Nacht vorm Derby bewacht
Der KSV-Manager darf sich über guten Vorverkauf freuen, der Stadionrekord vom ersten Derby am 9.8. 2008 (11.100 sahen Sturms 3:1-Sieg) wird aber nicht gebrochen, weil nach Tribünen-Umbau nur 10.000 reindürfen. Weil's damals im Vorfeld Schmieraktionen mit mehreren Tausend Euro Schaden gab, wird das Fekete-Stadion in der Nacht vorm Derby mit Hundestaffeln bewacht.

von Volker Silli, "Steirerkrone"

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